Gebühren für Abwasser im Sinkflug
Bild: Nienaber
Weniger zahlen für Schmutz- und Regenwasser müssen Rietbergs Bürger ab dem kommenden Jahr – vorausgesetzt, der Rat stimmt dieser Regelung ebenfalls zu. Ein Grund für den Preisrückgang ist die Überdeckung aus den vergangenen Jahren.
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Demnach müssen die Rietberger ab Januar pro Kubikmeter Schmutzwasser, das in die Kanalisation eingeleitet wird, 2,16 Euro zahlen. Bislang lag der Satz mit 2,64 Euro um stolze 48 Cent höher. Immerhin um drei Cent purzelt der Preis beim Regenwasser. Dort müssen künftig für das Einleiten 42 statt 45 Cent je Quadratmeter bebaute oder befestigte Fläche berappt werden. Deutlich im Geldbeutel bemerkbar machen dürfte sich der Gebührenrückgang bei allen, die zudem über eine sogenannte Grundstücksentwässerungsanlage verfügen. Sie mussten im ablaufenden Jahr für das Leeren ihrer abflusslosen Grube 26,30 Euro pro Kubikmeter Inhalt auf den Tisch legen. Diese Dienstleistung wird in 2018 mit dann nur noch 23,30 Euro erheblich günstiger. Nur leicht fällt im Vergleich dazu der Preis für das Entleeren von Fäkalschlamm aus Kleinkläranlagen. Beläuft sich dieser Service aktuell auf 26,75 Euro pro Kubikmeter so kostet dies ab Januar 15 Cent weniger.

Zurückzuführen ist der Preisrutsch zum einen auf die Annahme insgesamt sinkender Kosten im Bereich der städtischen Abwasserwirtschaft im Jahresvergleich 2017 mit 2018. Demnach geht die Verwaltung davon aus, dass sie rund 72 500 Euro einsparen wird – durch Kostenrückgänge beim Personal, beim Zinsaufwand und am deutlichsten bei den sogenannten sonstigen betrieblichen Aufwendungen. So entfallen ab dem kommenden Jahr unter anderem die Ausgaben für das Forschungsprojekt „Entwicklungs- und Schutzplan“. Zum anderen geht der Gebührensinkflug aber auch auf die Überdeckung aus den vergangenen Jahren zurück. So weist die Betriebsabrechnung für 2016 ein dickes Plus in Höhe von knapp 750 000 Euro auf. Dieses Plus muss nach den Richtlinien des Kommunalabgabengesetzes an die Bürger weitergegeben werden. Der Betriebsausschuss hat dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, dass dies, verteilt auf die Jahre 2018 und 2019, geschehen soll.

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