Geflügelschau erstmals im Autohaus
Bild: Daub
Bunte Vielfalt: Mehr als 240 Tiere wurden bei der "Edelzucht"-Lokalschau gezeigt.
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Zur Geflügelzucht sei sie über ihren Opa gekommen, gestand die Jugendliche. Mit der Präsentation eines ganzen Stammes ergatterte sie bei der jetzigen Schau auf Anhieb einen Ehrenpreis.

Mit 240 Tieren und größeren Volieren in drei Ausstellungsräumen trugen 25 Aussteller, darunter sechs Jugendliche mit 55 Tieren, erstmals im Autohaus Freitäger zum alljährlichen Zuchtgeschehen repräsentativ bei. Die Gaststätte „Feldschänke“, lange Zeit traditioneller Ort der „Edelzucht“-Lokalschau, ist inzwischen geschlossen, der Saal wurde abgerissen.

Die Familie Freitäger gewährte den „Asylsuchenden“ nun erstmals für zwei Tage ihr gläsernes Domizil. Neuenkirchens Ortsvorsteherin Bärbel Diekhans wies darauf hin, dass hier auch schon ein Kompaniefest der Schützen stattfand und sagte: „Das Autohaus ist mittlerweile die Neuenkirchener Multifunktionshalle geworden.“

 Eine gemütlich dreinblickende weiße Legegans saß gleich im Käfig am Haupteingang der Halle und wartete darauf, dass jemand kam, der sie kilomäßig richtig einschätzte, um sie dann in Besitz zu nehmen. Ob sie als Weihnachtsbraten in Frage oder freilaufend davon kam, durfte der (bis Redaktionsschluss unbekannte) Gewinner entscheiden.

 100 große und kleine Besucher kamen zur Eröffnung, Bürgermeister Andreas Sunder gab den Startschuss. Tauben, Hühner, ein trautes Brautgänsepärchen, Park- und Ziergeflügel, prächtige Rouenenten, die eigentlich übergroße Stockenten sind, und anderes Federvieh sowie heimische und exotische Vögel, darunter wunderschöne seltene, leuchtend rote Kanarien, wurden bewundert.

Kinder umlagerten den Kükenschlupfkasten und einen Tombolastand. Bewertet wurden die Tiere von den Preisrichtern Hubert Grondorf, Langenberg, Stefan Grundmeier und Markus Schlangenotto, beide aus Verl.

Der Rassegeflügelzuchtverein „Edelzucht“ Neuenkirchen wird im kommenden Jahr 100 Jahre alt, Vorbereitungen für ein Fest laufen. In einer Jubelfestschrift soll die Pflege des alten Kulturguts in ländlicher Heimat, die Geflügelzucht, gewürdigt werden – „auch als Hilfe gehen die Entfremdung des Menschen gegenüber der Natur“, betonte Vorsitzender Helmut Settertobulte.

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