Gemeinsam kann ein Dorf viel erreichen
Bild: von Stockum
Sammelten Spenden im Namen der Schützen Mastholte: (v. l.) Alexandra Ott, Konny Wimmemeier, Michelle Schwipp und Steffi Giebels.
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Die Vorweihnachtszeit ist traditionell geprägt von Märkten und Spendenaktionen, von Scheckübergaben und Bekundungen der Nächstenliebe. Was allerdings der Rietberger Ortsteil unter dem Titel „Mastholte hilft!“ auf die Beine stellt, ist einzigartig.

„Nur noch gebratene Zwiebeln da“, stellten die Aktiven von der Freiwilligen Feuerwehr am späten Nachmittag mit einer gewissen Genugtuung fest, hatten sie doch bis dahin mehrere hundert Geflügelsteaks unter das Volk gebracht, das sich warm eingepackt durch das weihnachtlich geschmückte Budendorf schob. Erst 2010 als Verein ins Leben gerufen, haben die Ehrenamtlichen mit ihrer jährlichen Veranstaltung bereits mehr als 100 000 Euro der Aktion „Lichtblicke“ der NRW-Lokalradios, der Caritasverbände und der Diakonie im Land zur Verfügung gestellt – noch nicht eingerechnet das Ergebnis vom vergangenen Sonntag.

Frühestens am Donnerstag wird man bekanntgeben können, welche Summe bei „Mastholte hilft!“ in diesem Jahr unter dem Strich steht. So viel Zeit wird man für die Abrechnung des Spektakels brauchen. Gleichwohl sind die Initiatoren um Norman Adelmann optimistisch, das Ergebnis aus dem vergangenen Jahr von etwa 36 000 Euro noch einmal übertreffen zu können. Schließlich gab es kaum einen Verein, eine Institution oder eine Organisation aus dem Dorf, die sich nicht in den Dienst der guten Sache stellte.

Musikalisch umrahmt vom Musikverein Mastholte, dem Liedermacher Frank Seyda, dem Gospelchor „Rejoice“, „Voisix“ und „WohnzimmerSoul“ zeigten zwischendurch Kindertanzgruppen von Rot-Weiß Mastholte und der Frauengemeinschaft ihr Können. Schirmherr und Landtagsabgeordneter André Kuper (CDU) lobte das Engagement ebenso wie Uwe Hünemeier: Der Kapitän und Abwehrchef des Bundesligisten SC Paderborn schrieb Autogramme und stand für Fotos zur Verfügung. Gelegenheit für den Nikolaus aus den Reihen der Messdiener, sich für einen Moment zu setzen, war er doch bis dahin beliebtestes Bildmotiv. Zuvor hatte er sich mit einer Kleinigkeit bei den Kindern bedankt, die mit Spenden einen Hilfstransport zugunsten von „Hüttis Balkanhilfe“ beigetragen hatten.

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