„Getöse in Moese“ auf Weg zu Kultstatus
Bild: Inderlied
Mystische Klänge hatten die Jungs von „Razz“ rund um Sänger Niklas Keiser beim Festival „Getöse in Moese“ im Gepäck.
Bild: Inderlied

Denn während in der Umgebung teils heftige Unwetter toben, bekommen die rund 1000 Besucher auf dem Gelände an der Reithalle in Mastholte nicht einen Tropfen Regen ab. Also bildete das Gewitter nur das spektakuläre Rahmenprogramm für einen aufregenden Festivaltag. Denn die Blitze passten perfekt in die Atmosphäre. „Mastholte, wo seid ihr“, grölte der Sänger von „Knallfrosch Elektro“ ins Mikrofon. Wenn es noch den einen Funken gebraucht hätte, um die Stimmung auf den Siedepunkt zu bringen, dann zündete diesen die fünf Jungs aus dem hohen Norden. Mit viel Selbstironie, knalligen Outfits und einer Musik, die sich wahrlich in keine Kategorie einordnen ließ, überraschten sie das mittanzende Mastholte Publikum immer wieder.

Den emotionale Höhepunkt des Festivalabends lieferten dagegen die Band „Razz“. Was leicht mystisch begann, endete dank der rauen Stimme von Sänger Niklas Keiser in einer wilden Party mit einer tollen Mischung aus Rock, modernen Beats und Songs mit ehrlichen Texten aus dem Alltag. Den Boden für einen feurigen Partyabend hatten bereits am späteren Nachmittag zwei Lokalmatadore bereitet. Die vier Lippstädter von „Kitt“ lieferten eine unterhaltsame Darbietung aus Ska, Rock, Punk und Pop. Ihren Heimvorteil genoss die Gruppe „Mega-Mess“. Die fünf Jungs aus Mastholte, Langenberg und Bielefeld sind seit dem ersten „Getöse“ dabei. Gut kam beim Publikum auch der Rap von „Mas“ an, die mit indieangehauchten Gitarrenriffs und Sprechgesang die Luft zum Kochen brachten.

Den Abend beschlossen „The Fläsh“ ab Mitternacht, die direkt mit dem Wohnwagen von einem Festival am Chiemsee in den südlichsten Zipfel Rietbergs gekommen waren. „Das Musikspektrum ist in diesem Jahr ein bisschen breiter“, erklärte Michael Langewender, der zusammen mit Christian Bolte, Frank Niehüser, Benjamin Hölscher, Oliver Brinkhaus und Alexander Sudahl das Festival auf die Beine gestellt hatte und ein positives Fazit zog: „Es war einfach super.“ Im nächsten Jahr feiert das „Getöse in Moese“ sein zehnjähriges Bestehen. Doch bis dahin wird die Party zum neunjährigen, die bis in die frühen Morgenstunden hinein dauerte, bei den Besuchern nicht in Vergessenheit geraten.

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