Gilde erhöht die Mitgliedsbeiträge
Die Rietberger Gildeschützen müssen künftig höhere Mitgliedsbeiträge zahlen.

Um in Zukunft nicht in finanzielle Schieflage zu geraten, sei die Beitragsanpassung unumgänglich, betonte Vorsitzender Gerry Reinkemeier während der Jahreshauptversammlung in der Aula des Schulzentrums.

Mit Hängen und Würgen

Nur mit „Hängen und Würgen“ habe der 1634 gegründete Schützenverein im zurückliegenden Geschäftsjahr eine schwarze Null erwirtschaftet, sagte Reinkemeier. Trotz aller Sparmaßnahmen habe die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben im vergangenen Jahr lediglich 282 Euro betragen, betonte der Vorsitzende. „Ein gesundes finanzielles Polster sieht anders aus.“ Wenn eine Position auf der Einnahmenseite niedriger als erwartet ausgefallen wäre, hätte es schon 2010 ein Defizit gegeben.

Sicherheitspolster

Zwar verfüge die Gilde über ein Guthaben von 45.000 Euro, doch das Geld sei ausschließlich für die Instandhaltung des Schützenplatzes und des dazugehörigen Vereinsheims gedacht, erläuterte Kassierer Friedel Kochtokrax. Bei einem Grund- und Gebäudebesitz dieser Größe sei ein Sicherheitspolster für unvorhersehbare Ausgaben unerlässlich.

Gestaffelte Beiträge

Jugendliche bis 17 Jahren zahlen nach wie vor einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von 12 Euro. Der Sonderbeitrag für die Sterbekasse entfällt auch künftig. Vereinsmitglieder zwischen 18 und 69 Jahren werden mit 27 Euro (bislang 24 Euro) zur Kasse gebeten. 70- bis 79-Jährige zahlen 18 Euro im Jahr für ihre Mitgliedschaft in der Gilde, für die Über-80-Jährigen wird nur der Beitrag zur Sterbekasse fällig. Durch die „moderate und gestaffelte Beitragserhöhung“ sei eine ausgeglichene Vereinskasse mindestens für die kommenden fünf Jahre gewährleistet, sagte Gerry Reinkemeier. Die Erhöhung der Beitragsbefreiungsgrenze für ältere Mitglieder von 70 auf 80 Jahre sei unvermeidbar gewesen, „denn der demografische Wandel macht auch vor unserer Gilde nicht Halt“.

40 Neuaufnahmen

Der Vorstand rechnet mit jährlichen Mehreinnahmen durch die Beitragsanhebung in Höhe von 4000 Euro. Im vorigen Jahr haben die Gildeschützen unterm Strich elf Mitglieder hinzugewonnen. 29 Abgängen durch Austritt oder Tod standen 40 Neuaufnahmen gegenüber. Der zweitgrößte Schützenverein im Rietberger Land zählt jetzt 1026 Mitglieder.

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