Glasfaser: Neuenkirchener müssen warten
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Um Neuenkirchen doch noch mit schnellem Internet per Glasfaser zu versorgen, prüft die Stadt derzeit eine Beteiligung an der Netzgesellschaft Ostwestfalen (NOW).
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Demnach befindet sich die Stadt nach wie vor im Prüfprozess, was eine mögliche Beteiligung an der Netzgesellschaft Ostwestfalen (NOW) angeht. „Wir arbeiten intensiv an dem Thema. Allerdings ist das ein sehr umfangreicher und hochkomplexer Prozess“, stellte Sunder heraus. So liegt der Kommune mittlerweile ein mit realem Zahlenwerk belegtes Beteiligungsangebot an der NOW vor, das jedoch noch nicht final verhandelt worden ist. Um die Herausforderung mit der nötigen Expertise zu bewältigen, hat die Verwaltung unter anderem externe Wirtschaftsprüfer und eine Kanzlei mit der Detailarbeit betraut.

Vermarktungsphase hatte nicht genügend Interessenten gebracht

Im nächsten Schritt, so kündigte Sunder an, müssen nun die unterschiedlichen, an dem Prozess beteiligten Gremien über das Vorhaben und die Rahmenbedingungen beraten. Das soll bis Juli geschehen. Darüber hinaus gelte es, sich mit der Kommunalaufsicht auseinanderzusetzen, die ebenfalls ein Wörtchen mitzureden habe, informierte Sunder.

„Dass das alles nicht so schnell geht, ist klar. Trotzdem sollten wir gemeinsam alles unternehmen, um bald Erfolg in dieser Sache zu verbuchen“, kommentierte FWG-Fraktionsvorsitzender Josef Beermann – selbst Neuenkirchener – im Anschluss an die Ausführungen. Während die Glasfaser in Mastholte, Mastholte-Süd sowie Rietberg-Süd (südlich der Ems) und Rietberg-Nord (nördlich der Ems) von Helinet eigenwirtschaftlich realisiert wird, hatten sich in dem Wapeldorf während der Vermarktungsphase 2019 bekanntlich nicht ausreichend Interessenten gefunden, um den Ausbau für das Telekommunikationsunternehmen lukrativ erscheinen zu lassen. Auch das Engagement der eigens gegründeten Bürgerinitiative „Glasfaser für Neuenkirchen“ konnte daran nichts ändern.

Im Oktober hatte der Rat schließlich 50 000 Euro bereitgestellt, um mit externer Beratungshilfe Optionen der kommunalen Beteiligung an einer Glasfaser-Infrastruktur für Neuenkirchen auszuloten. Als einzig erfolgversprechend stellte sich im Nachgang die Beteiligung an der NOW heraus, einer 100-prozentigen Tochter der Stadtwerke Soest. Der Gesellschaftszweck umfasst insbesondere den Bau, Ausbau und Betrieb von Glasfasernetzen.

NOW baut Netzinfrastruktur, Helinet betreibt sie

Die NOW ist dabei lediglich Errichterin der Netzinfrastruktur. Sie verpachtet diese – zunächst exklusiv – an Helinet, eine Tochter der Stadtwerke Hamm, der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen, Bönen, Bergkamen, der Stadtwerke Ahlen sowie der Stadtwerke Soest. Als Netzbetreiber bietet das Telekommunikationsunternehmen dann die Dienste gegenüber den Endkunden an.

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