Grüne: Im Kaufhaus Gebrauchtes anbieten
Bild: Tiemann
Vier statt wie bisher zwei Sitze im Rat wünschen sich die Grünen (von links) Dieter Beckert, Christoph Jaeger, Hans Dieter Vormittag, Rabea Beckert, Gabriele Siepen und Konrad Schuerhoff.
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 Für die Emsstadt wünschen sie sich zudem ein Gebrauchtwarenkaufhaus – am liebsten direkt an der Rathausstraße. Hans Dieter Vormittag, Ratsherr und Spitzenkandidat der Rietberger Grünen, sieht in einem solchen Kaufhaus gleich mehrere Vorteile auf einmal: Es könne Treffpunkt sein für junge und alte Menschen, würde Langzeitarbeitslosen eine sinnvolle Beschäftigung bieten und könne zum Umweltschutz beitragen, weil gut Erhaltenes nicht weggeworfen, sondern weiter verwendet werde. „Außerdem hätten wir einen Leerstand weniger an der Rathausstraße“, sagt Vormittag.

 Ein konkretes Konzept, was Finanzierung oder Betrieb einer solchen Einrichtung angeht, haben die Grünen noch nicht. Allerdings zählt Dieter Beckert zu ihren Mitgliedern. Er hat bis zu dessen Schließung vor drei Jahren das Gebrauchtwarenkaufhaus „Mix-Max“ in Rietberg geleitet. Es wurde vom Verein „Pro Arbeit“ betrieben.

25 Mitglieder zählt der Ortsverband der Bündnisgrünen. Fast alle haben sich für die Kommunalwahl aufstellen lassen, schließlich galt es, 19 Wahlbezirke zu besetzen. Auf der Reserveliste stehen außer dem Spitzenkandidat Vormittag folgende Mitglieder in der Reihenfolge: Gabriele Siepen, Wilfried Leupold, Konrad Schuerhoff und Christoph Jaeger.

Die jüngsten politischen Entwicklungen in Rietberg ärgert die Grünen: „Die Entscheidung der CDU gegen eigene Stadtwerke war fatal. Wir werden uns künftig weiter für eine Gründung einsetzen“, sagt Gabriele Siepen. Nachbarstädte wie beispielsweise Verl wüssten, dass man mit eigenen Stadtwerken Geld verdienen könne, „nur bis Rietberg hat sich das offensichtlich noch nicht herumgesprochen“.

Ein weiteres Thema, das die Grünen beschäftigt, ist der Aufbau eines bäuerlichen Direktvertriebs jener Produkte, die Ökolandwirte in Rietberg anbieten. Auch die Verbesserung der Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer ist ein zentrales Anliegen. „Wir müssen vor allem potenzielle Gefahrenstellen in allen Ortsteilen beseitigen“, sagt Konrad Schuerhoff.

Die Idee eines eigenen Planetariums für Rietberg unterstützen die Grünen voll und ganz. „Wir trauen dem Betreiberverein Zirkel diese Aufgabe zu“, sagt Vormittag. Ihm und der Planetariumsgesellschaft sollte die Politik in Rietberg sobald wie möglich ein Startsignal geben. „Dann kann die Gesellschaft damit beginnen, Spendengelder zu sammeln. Wenn das nichts wird, kann man das Projekt immer noch stoppen“, sagt Ratsherr Vormittag.

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