Händler mit neuem Standort zufrieden
Bild: Schulte-Nölle
Absolut zufrieden mit dem neuen Standort des Rietberger Wochenmarkts sind (v. l.) Birgit Könighaus und ihre Söhne Nico sowie Florian Ebbesmeier. Die Obst- und Gemüsehändler verzeichnen bereits eine Woche nach der Premiere an der Südtorschule vermehrt Laufkundschaft.
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Die Antwort von Florian Ebbesmeier kommt wie aus der Pistole geschossen: „Wir fühlen uns wohl hier“, sagt der Rietberger, der bereits in vierter Generation den Obst- und Gemüsehandel Birgit Könighaus im Kundenkontakt vertritt. Den Neustart am südlichen Ende der Rathausstraße bezeichnet er als ebenso konsequenten wie richtigen Schachzug. Denn nun profitiere man direkt vom Frequenzbringer Einzelhandel. „Das ist heute der zweite Markt an der Südtorschule, und schon jetzt verzeichnen wir deutlich mehr Laufkundschaft“, freut sich der 31-Jährige.

„Die Geschäfte im Umfeld ziehen Kundschaft an“

 Diese Beobachtung deckt sich mit der seines Marktnachbarn Antonius Strunz. Der Anfang auf neuem Grund sei jedenfalls vielversprechend, sagt der Beschicker aus Delbrück im Gespräch mit der „Glocke“: „Die Geschäfte im Umfeld ziehen Kundschaft an – und die kommt dann auch bei uns vorbei.“ Der Mechanismus funktioniere indessen auch in gegenläufiger Richtung, schließlich belebe der Markt seinerseits wieder die Innenstadt. Am alten Standort habe sich dieser Synergieeffekt nicht so recht einstellen wollen. „Dort hat uns die Laufkundschaft gar nicht vermutet“, bringt es Strunz auf den Punkt.

Zufrieden zeigt sich auch Ursula Born. Die Druffelerin bietet seit rund zwölf Jahren Kartoffeln, Eier und ländliche Produkte aus der Region auf Rietbergs Wochenmarkt feil. Sie habe schon einige neue Gesichter zwischen den regelmäßigen Besuchern entdecken können – und das, obgleich der Auftakt vergangene Woche verregnet gewesen sei, berichtet sie. Anklang findet bei ihr nicht zuletzt die frische Präsentation des Budenrunds. „Dadurch, dass wir alle etwas näher zusammengerückt sind, sieht es nun einladender aus.“

Dass die geänderten Rahmenbedingungen bei den Händlern so gut ankommen, lässt freilich auch das Herz von Marktmeisterin Elke Sudbrock höher schlagen. Sie sieht im neuen Standort nur Vorteile. Dazu zähle die verbesserte Erreichbarkeit ebenso wie die ansprechende Kulisse. „Einige Bürger hatten befürchtet, dass mit dem Wegzug vom Platz zwischen historischem Rathaus und Kirche das Flair des Markts verloren geht. Doch hier haben wir ebenfalls viel Fachwerk und noch dazu die schöne Südtorschule sowie das attraktive ehemalige Kolpinghaus.“

Umzug wird am 10. Januar mit Sonderaktionen gefeiert

Der Umzug des Wochenmarkts geht auf die Initiative der Händler zurück. Sie waren an die Stadt herangetreten mit dem Wunsch, die Veranstaltung an das südliche Ende der Rathausstraße zu verlegen. Damit verbunden ist die Hoffnung auf mehr Laufkundschaft und eine bessere Präsenz. Dem Standortwechsel war eine Stellprobe der Stände auf der Parkfläche an der Südtorschule vorausgegangen. Sie zeigte, dass alle Beschicker – im Schnitt sind es jede Woche zehn – genügend Platz am neuen Quartier finden und sogar Raum für ein bis zwei zusätzliche Anbieter bleibt.

Die Stände öffnen immer freitags von 14 bis 18 Uhr. Angeboten werden unter anderem frisches Obst und Gemüse, Eier und Kartoffeln, Fleisch, Wurst und Käse, Brot, Kuchen und Kaffee, Feinkost sowie griechische Spezialitäten. Am 27. Dezember legen die Händler eine Pause ein, bevor man gemeinsam am 3. Januar in das neue Jahr startet. Dann bereitet Marktmeisterin Elke Sudbrock Hefeteig-Tannenbäume vor und gibt Tipps, wie man die hübsche Leckerei nachbacken kann. Für den 10. Januar sind Sonderaktionen zur Neueröffnung geplant. Die Besucher dürfen sich auf Verköstigungen sowie besondere Rabatte freuen.

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