Holzlager wird Raub der Flammen
Bild: Eickhoff
Bei einem Brand an einem Holzlager eines Rietberger Unternehmens ist am Sonntagabend erheblicher Sachschaden entstanden.
Bild: Eickhoff

Um 17.08 Uhr heulten in Rietberg die Sirenen. Schon aus mehreren Kilometern Entfernung war zu diesem Zeitpunkt eine große, schwarze Rauchwolke über dem Firmengelände an der Industriestraße zu sehen. Kurze Zeit nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde zusätzlich zu den Löschzügen aus Rietberg und Mastholte auch der Löschzug Neuenkirchen alarmiert.

Autofahrer behindern Löscharbeiten

Zu Kämpfen hatten die Einsatzkräfte jedoch nicht nur mit den Flammen: Viele Schaulustige behinderten den reibungslosen Ablauf der Löschmaßnahmen. Neugierige Autofahrer behinderten zwischenzeitlich immer wieder den Verkehr auf der Industrie- und der Delbrücker Straße. Zunächst mussten die Feuerwehrleute eine stabile Wasserversorgung aufbauen, um einen Löscherfolg zu garantieren. Bei dem betroffenen Objekt handelt es sich um das Nachbargrundstück des Wertstoffhofes, wo es vor zwei Wochen bereits aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Großbrand gekommen war. Unter dem Einsatz zahlreicher Angriffsrohre gelang es den Feuerwehrleuten, die aufgrund der starken Qualmentwicklung nur unter Atemschutz arbeiten konnten, den Spänebunker der Unternehmens vor den Flammen zu retten.

Spurensuche

Die Werkhallen blieben vom Feuer verschont. Sie blieben nahezu unbeschädigt. Lediglich eindringendes Löschwasser verursachte hier Sachschaden. Aus Gütersloh wurde zusätzlich ein Container mit weiteren Atemschutzgeräten zur Unterstützung angefordert, von der Kreis-Schlauchpflege ein weitere Lkw mit Schläuchen für die Rietberger Einsatzfahrzeuge.

Noch während der Löscharbeiten nahmen zwei Kriminalbeamte der Gütersloher Kreispolizeibehörde ihre Ermittlungen auf. Am Montag wollen sich die Brandsachbearbeiter des zuständigen Kommissariats ein Bild von dem Brandort machen und in dem niedergebrannten Anbau nach Hinweisen zur Brandursache suchen.

Die Werkhalle des holzverarbeitenden Betriebs wurde durch die massive Rauchentwicklung ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Welche Maßnahmen hier noch nötig sind, muss ebenfalls am Montag geprüft werden. Die genaue Schadenshöhe konnte bei Redaktionsschluss am Sonntagabend noch niemand beziffern.

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