Ideen gegen den Stillstand in der City
Bild: Vredenburg
Die sechs besten Vorschläge im Rahmen ihres Ideenwettbewerbs zur Belebung der Rietberger Innenstadt hat die CDU jetzt prämiert. Die Gewinner sind (v. l.) Ferdi Masjosthusmann, Markus Knies, Philip Kriener, Florian und Sonja Rauh mit Lennard sowie Manuela Müller mit Carl. Auf dem Bild fehlt Christina Junkerkalefeld.
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Die sechs besten Vorschläge hat die Fraktion jetzt prämiert. Den Sonderpreis für den ersten Platz – eine Übernachtung im Lind-Hotel mit Sechs-Gänge-Menü – nahm Philipp Kriener für sein Konzept „Neue Marktgemeinschaft“ entgegen. „Ich stelle mir vor, dass wir in der Innenstadt einen Markt entwickeln, der sich gegenseitig stärkt“, erläuterte Kriener bei der Preisverleihung im Ratssaal. Ziel seiner Idee ist es, aus bestehendem Gewerbe sowie Start-Ups eine Gemeinschaft zu bilden, die in ihrem Zusammenspiel voneinander profitiert. „Dabei liegt der Fokus nicht ausschließlich auf dem Konsum, wie es bei dem Outlet-Projekt der Fall gewesen wäre“, betonte er. Vielmehr stehe das von ihm vorgeschlagene Geschäftsmodell auch für wertschöpfendes Gewerbe und eine intelligente Vernetzung untereinander.

„Dieses Konzept kann die Zeit des Stillstands der vergangenen drei Jahre durchbrechen und für einen Aufbruch stehen“, gab Christian Brockschnieder seiner Hoffnung Ausdruck. Ein weiterer positiver Aspekt sei, dass sich die fünf anderen Ideen, die mit Einkaufsgutscheinen von bis zu 80 Euro prämiert wurden, in diese Vorstellung gut einbinden ließen. Platz zwei ging an Christina Junkerkalefeld für ihre Idee, mit einer Hochschule zu kooperieren. Dabei sollen Studenten die Einkaufssituation in Rietberg analysieren, Problemfelder aufdecken, Verbesserungen ableiten und realitätsnahe Konzepte erstellen – gespickt mit Kostenkalkulationen und Finanzierungsmöglichkeiten.

Mit dem dritten Platz zeichnete die Jury den Vorstoß von Markus Knies aus, sich stärker auf das Identifikations- und Alleinstellungsmerkmal der Grafenstadt zu besinnen und unter diesem Leitbild Ideen mit innovativen Komponenten zu vermarkten, und zwar in einer verkehrsberuhigten Rathausstraße. Der Vorschlag von Sonja und Florian Rauh, in der Innenstadt ein inklusives Café oder Geschäft mit angrenzender offener Werkstatt anzusiedeln – möglicherweise mit dem Wertkreis Gütersloh als Betreiber – gewann den vierten Platz. Platz fünf sicherte sich Ferdi Masjosthusmann mit der Idee, die Fußgängerampel an der Emsbrücke als sogenannte Pförtnerampel zu schalten. Durch kurze Grün- und längere Rotphasen soll der Verkehr in der City reduziert werden. Über den sechsten Platz freute sich Manuela Müller. Sie schlägt vor, in Rietberg einen Escaperoom mit Bezug zur Stadt und ihrer Geschichte zu etablieren.

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