Jesus auf dem Weg zum Kreuz begleiten
Bild: Vredenburg
Der Ostergarten ist eröffnet: Stellvertretend für alle Neuenkirchener Spurenkinder, die an dem Projekt mitgewirkt haben, schnitt Luis das symbolische Absperrband durch. In den Spurengruppen werden im Wapeldorf die Kinder zwischen Kommunion und Firmung betreut.
Bild: Vredenburg

Ideengeberin Karin Hülsey dankte dem Geistlichen, dass er dem Projekt gegenüber aufgeschlossen war „und uns bei der Realisierung des Ostergartens frei und kreativ hat wirken lassen“. Ihr Dank galt auch dem Pfarrgemeinderat, der das Projekt mitfinanziert und unterstützt hat, sowie Gemeindereferent Christoph Fortmeier. Er war an den Planungen beteiligt, hat Anmeldungen und Anfragen entgegengenommen und schließlich geholfen, die Bühne und die hinteren Räume des Kolpinghauses für das ehrgeizige Projekt leer zu räumen.

Bereits vor der Eröffnung hatten sich 13 Gruppen fest angemeldet. Damit alle Beteiligten danach in Ruhe in ihren Familien Ostern feiern können, ist der Ostergarten für alle Besucher nur bis Gründonnerstag, 28. März, jeweils in der Zeit zwischen 15 und 17.30 Uhr geöffnet.

Um die Ostergeschichte – die Botschaft von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu – auf besondere Weise kennen zu lernen und zu begreifen, haben 150 Spurengruppenkinder mit Hilfe zahlreicher Mütter in sieben Räumen des Kolpinghauses acht Stationen aufgebaut. Und das mit viel Liebe zum Detail: „Wir haben im Vorfeld überlegt, wie wir das Projekt umsetzen können, und beschlossen, jedes Zimmer einzubeziehen“, erklärte Monika Böttcher vom Leitungs- und Organisationsteam.

Spuren am Boden weisen den Weg von einer zur nächsten Station. Insgesamt dauert der Durchgang eine Dreiviertelstunde. Vom Band laufen Texte – hier und da mit akustischen Effekten unterlegt –, die von den Kindern selbst eingesprochen wurden. Jubel und Freudenrufe etwa, als Jesus in Jerusalem einzieht, Blitz und Donner auf dem Kreuzweg.

Um das letzte Abendmahl in beinahe originalgetreuer Kulisse mit allen Sinnen erlebbar zu machen, werden Brot und Wein (in diesem Fall jedoch Traubensaft) gereicht. Lichteffekte erzeugen zusätzliche Spannung, wie etwa beim leeren Grab. „Das haben wir bewusst im Keller aufgebaut, wo es etwas schaurig und das Gewölbe niedrig ist“, sagte Monika Böttcher schmunzelnd.

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