Jugendhaus muss für City-Outlet weichen
Bild: Vredenburg
Leisten wichtige Integrationsarbeit: (v.l.) Thorsten Zietz, Thomas Müller, Anita Medic und Patrick Walkenfort erarbeiten zurzeit unter anderem ein Faltblatt, in dem die Angebote der offenen Jugendarbeit im Stadtgebiet mehrsprachig dargestellt werden.
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Klar sei, dass das denkmalgeschützte Gebäude Bestandteil der Planungen sei, aber auch, dass die bisherige Fläche des Jugendhauses an anderer Stelle nicht in gleicher Größe ersetzt werden könne. „Wir haben uns Gedanken gemacht über ein schlüssiges Raumkonzept und einen Flächenbedarf von etwa 400 Quadratmetern ermittelt“, informierte Dörhoff. Die Hochbauer im eigenen Haus würden die Überlegungen aber erst dann in eine Vorentwurfsplanung gießen, wenn entschieden sei, ob das City-Outlet-Center (COC) tatsächlich kommt. Das Kuratorium werde dann in den Planungsprozess mit eingebunden.

Suche nach Ersatz-Standort könnte schwierig werden

Auf Nachfrage erläuterte Dörhoff: „Es gibt mehrere Möglichkeiten, den definierten Bedarf von 400 Quadratmetern neu anzusiedeln.“ Ein leerstehendes Grundstück, „das wir dann bebauen“, komme ebenso infrage wie die Anmietung einer Gebraucht-Immobilie oder eines neuen, durch einen Investor errichteten Objekts. Mit Blick auf die angespannte Lage auf dem Immobilienmarkt sagte Dörhoff: „Wir werden wohl verschiedene Flächen durchforsten müssen.“ Allerdings habe die Verwaltung schon mehrere Objekte im Auge. Aber: „Solange das City-Outlet noch nicht beschlossen ist, können wir aber schlecht bei privaten Immobilienbesitzern vorfühlen.“

„Nicht irgendwo außerhalb“

Der Kuratoriums-Vorsitzende Werner Bohnenkamp unterstrich, „dass ein Ersatzgebäude nicht irgendwo außerhalb, sondern möglichst zentrumsnah gefunden werden muss“. Er betonte: „Wir lassen es nicht zu, dass Entscheidungen über die Köpfe des Kuratoriums hinweg getroffen werden.“ Thorsten Zietz, Leiter der Jugendhauses Südtorschule, forderte, auch den Kindern und Jugendlichen ein Mitspracherecht einzuräumen.

Dörhoff versprach, eine Sondersitzung anzuberaumen, sobald Planungssicherheit bestehe. Denn: „Wenn die Südtorschule tatsächlich Bestandteil des City-Outlet-Centers wird, dann muss kurzzeitig entschieden werden.“ Vorausgesetzt, das COC gehe Ende 2017 an den Start, müsse das Jugendhaus aufgrund der dann anstehenden Umbauarbeiten spätestens Anfang 2017 ausziehen.

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