Jugendliche testen Harrsprays
Bild: Vredenburg
Spannende Studie: Selin Ilpars, Jana Schrickel, Elena Schubert und Laura Sgrona (v.l.) haben für „Jugend testet“ sechs verschiedene Haarsprays untersucht.
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Jana Schrickel, Elena Schubert, Laura Sgrona und Selin Ilpars wollten es wissen und haben für den Wettbewerb „Jugend testet“ der Stiftung Warentest sechs verschiedene Sprays ausprobiert. „Unser Politiklehrer René Geisenjohann hat uns auf die Idee gebracht“, sagte Jana im Gespräch mit der „Glocke“. Ob Pflaster, Taschenmesser, Deo oder Fastfood-Ketten, die Schülerinnen und Schüler der Realschule Rietberg hatten die freie Wahl, welche Produkte oder Dienstleistungen sie genauer unter die Lupe nehmen wollten.

Die Prüfmethoden durften sie selbst bestimmen. Gefragt waren genaues Beobachten und Kreativität. Über die Hälfte der Neuntklässler hat mitgemacht. „Für den Test haben wir uns sechs verschiedene Haarsprays aller Preisklassen besorgt. Darunter ein No-Name-Produkt und eines, das angeblich die Stars benutzen“, sagen die vier Testerinnen. Dann hätten sie überlegt, was gutes Haarspray ausmache.

Ein wichtiges Kriterium: Haltbarkeit bei Regen. „Wir haben uns extra Locken in die Haare gedreht und sind unter einem Gartenschlauch hergelaufen, der auf Sprühregen eingestellt war“. Die 15-jährigen Mädchen haben aber auch die Frisurbeständigkeit bei Wind oder Bewegung untersucht, sowie den bei manchen Sprays häufig in der Nase unangenehm brennenden Duft. Ebenfalls wichtig: Verklebt das Haar und lässt sich das Spray wieder gut ausbürsten?

Abschließendes Fazit: „Wir haben festgestellt, dass die von uns ausgesuchten Produkte fast gleich gut sind. Vor allem die Bewegung (beim Tanzen getestet) haben alle klaglos mitgemacht“. Interessant sei auch die Feststellung gewesen, dass nicht unbedingt die teuren Produkte die besseren seien.

Über die Ergebnisse ihrer komplett selbstständig durchgeführten Studie haben die jungen Forscherinnen ein zehnseitiges Testprotokoll mit Untersuchungsergebnissen und genauer Vorgehensweise erstellt. Ein Exemplar bekommt der Politiklehrer zur Bewertung (die Arbeit fließt mit in die Politiknote ein), ein zweites wird direkt nach Berlin, zur Stiftung Warentest geschickt.

Im Juni 2013 fällt die Jury ihre Entscheidung. Die sechs Hauptgewinner werden zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen. Für die besten Arbeiten winken Preisgelder in Höhe von insgesamt 9000 Euro. Für weitere herausragende Arbeiten gibt es Sach- und Sonderpreise.

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