Juwelier zieht in Neubau am Nordtor
Bild: Grujic
Das gelb angestrichene Haus, das früher von der Bäckerei Vorbohle genutzt wurde und seit 2006 der Stadt gehörte, ist verkauft. Bettina und Bernd Hüllmann wollen das Gebäude abreißen lassen und durch einen Neubau ersetzen.
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Das Fachgeschäft, das zurzeit noch im ehemaligen Ladenlokal des Juweliers Herbort an der Rathausstraße 38 neben dem Bürgerbüro zu finden ist, soll im Frühling 2014 in den Neubau umziehen. „Spätestens zum nächsten Rieti-Sonntag wollen wir drüben sein“, erklärt Bettina Hüllmann im Gespräch mit der „Glocke“. Geplant sei ein fließender Übergang. Eine größere Lücke zwischen der Schließung des alten Standorts und der Neueröffnung solle nicht entstehen.

Unten Ladenlokal, oben Wohnungen

Das Ehepaar Hüllmann hat das Delbrücker Architekturbüro „Realisierungsmanagement 1:1“ mit dem Neubau des Wohn- und Geschäftshauses auf dem Grundstück der ehemaligen Bäckerei Vorbohle beauftragt. Im Erdgeschoss sollen die Verkaufs-, Lager- und Werkstatträume des Uhren- und Schmuckgeschäfts auf einer Gesamtfläche von zirka 100 Quadratmetern untergebracht werden, informiert Bettina Hüllmann. Die oberen Etagen seien Wohnzwecken vorbehalten.

Hintergrund

Das Haus Vorbohle war seit 2006 in kommunalem Besitz. Seitdem diente es der Stadtverwaltung als Lager- und Präsentationsfläche. Vor wenigen Wochen hat das Ehepaar Hüllmann das Gebäude erworben. Die neuen Eigentümer wollen das marode Haus abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Den bisherigen Standort des Uhren- und Schmuckgeschäfts Koch an der Rathausstraße 38 hatte die Stadt im Zuge der Renovierung des angrenzenden Bürgerbüros gekauft. Zusammen mit der früheren Sparkassen-Hauptstelle soll es künftig eine bauliche Einheit bilden und unter anderem die Touristikabteilung beherbergen.

„Der Neubau soll sich harmonisch in das Stadtbild einfügen“, betont Bettina Hüllmann. Die Giebeldachkonstruktion mit einem vorgelagerten zweiten Giebel greife den Stil der benachbarten Fachwerkhäuser auf und interpretiere ihn neu.

Viel Licht und helle Materialien

Helle Materialien und viel Licht werden die Verkaufsräume bestimmen. „Durch eine zeitlose, moderne Einrichtung, die mit Weiß als Grundfarbe arbeitet, sollen Schmuck und Uhren noch stärker als bislang in den Mittelpunkt gerückt werden“, erläutert Bettina Hüllmann das Konzept. Zum hochwertigen Gesamteindruck trägt der Steinboden in Holzoptik bei. Ergänzt wird das Fachgeschäft um eine Trauringecke. Unterm Strich bleibt die Verkaufsfläche im Vergleich zum jetzigen Standort aber nahezu gleich.

Entschluss war schnell gefällt

Der Entschluss zum Neubau sei binnen der vergangenen drei Monate gereift, betont die Geschäftsfrau mit Delbrücker Wurzeln. „Nachdem klar war, dass die Stadt unser bisheriges Ladenlokal kauft, mussten wir schnell handeln.“ Eine Sanierung des nicht denkmalgeschützten Bäckereigebäudes sei keine Option gewesen, sagt Bettina Hüllmann. Die Bausubstanz sei zu schlecht.

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