Karneval rüstet sich gegen Terrorgefahr
Bild: Sudbrock
Die Narren sollen zu jedem Zeitpunkt ohne ein mulmiges Gefühl feiern dürfen.
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Auch der Karneval in Rietberg ist davon betroffen. Die stete Bedrohung durch Terrorismus bleibt nirgends ohne Folgen. Noch nie wurde der Lindwurm der Freude durch mobile Fahrzeugsperren geschützt. Jetzt aber ist es soweit. Denn die Narren sollen zu jedem Zeitpunkt ohne ein mulmiges Gefühl feiern dürfen. Veranstalter – das ist die Grafschaftler Karnevalsgesellschaft (GKGR), Stadtverwaltung und Polizei haben in enger Abstimmung neuralgische Punkte ermittelt, die sowohl an Altweiber als auch während der Umzüge am Rosenmontag mit Barrieren abgeriegelt werden. Kein Auto- oder Lastwagenfahrer soll die Möglichkeit haben, diese zu durchbrechend und die Maschine in die fröhliche Schar zu lenken.

Umgekehrt seien die Sperren ruckzuck beseitigt, wenn beispielsweise ein Rettungswagen mit einem Verletzten an Bord passieren wolle, erläuterte GKGR-Präsident Robert Junkerkalefeld am Mittwoch im Gespräch mit der „Glocke“. Er geht davon aus, dass diese Maßnahme, die in den vergangenen Wochen in das Sicherheitskonzept des Vereins für die tollen Tage eingeflossen ist, dauerhaft Bestand haben wird. Dabei gehe es nicht allein darum, die Umzüge durch die Stadt zu schützen, sondern auch die Feier danach – beispielsweise in den Zelten. Wer die Gästeschar nach Rietberg gelockt hat, bleibt bis zum Schluss für sie verantwortlich, was die Gefahrenabwehr angeht. In diesem Fall sind das die Grafschaftler. „

Da wollen wir auch gar nicht diskutieren“, betont Robert Junkerkalefeld, „das wird gemacht.“ Zwar sei es bedauerlich, dass man mittlerweile überhaupt solche Maßnahmen ergreifen müsse, grundsätzlich sei das Jahr für Jahr novellierte Konzept aber akzeptabel. „Die darin verankerten Bestandteile erhöhen die Hemmschwelle und tragen zu einem guten Gefühl unserer Besucher bei.“

Außer dem Ordnungsamt und Mitarbeitern von diversen Sicherheitsdiensten werden zahlreiche Polizeibeamte im Einsatz sein. Alles in allem sind das deutlich mehr als 100 Personen, viele von ihnen in zivil. Hinzu kommen Rettungskräfte.

Mehr zur Sicherheit im Karneval lesen Sie auf der Rietberg-Seite vom 16. Februar 2017.

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