Keine Frage: Das Internet ist zu langsam
Fragebogen zur DSL-Versorgung: Das Bild zeigt (v. l.) Christine Sandbothe (Jugendchor), Rüdiger Ropinski von der Abteilung Räumliche Planung und Entwicklung, Bürgermeister Andreas Sunder, Thomas Adrian, Lukas Hansjürgen, Tobias Flüchter und Jonas Adrian von der Landjugend.

Deshalb kümmere sie sich dort zuerst um eine schnellere Internetverbindung, teilt die Stadtverwaltung mit. Derzeit laufen die so genannten Auswahlverfahren für einen Netzbetreiber, der die Breitbandversorgung in den Ortsteilen ausbauen wird. Dieses Verfahren ist für Bokel bereits abgeschlossen, für Druffel und Westerwiehe läuft die Frist noch bis Freitag, 15. August. „Ich bin sehr optimistisch, dass uns dann Angebote von Telekommunikationsunternehmen vorliegen werden, die ein baldiges Ende des Surfens im Schneckentempo immer näher rücken lassen“, hofft Bürgermeister Andreas Sunder. „Wir haben leider schon zu viele Jahre gewartet. Deshalb werden wir nun rasch die Angebote auswerten und entsprechende Förderanträge an das Land Nordrhein-Westfalen stellen“, verspricht Sunder.

Sofern diese Anträge bewilligt werden – ob und wann ist noch offen – trägt das Land 75 Prozent der Kosten, maximal 180 000 Euro je Ortsteil. Nach Bewilligung der Mittel durch das Land könnte der Netzausbau beginnen. Das kann dann bis zu zwölf Monate dauern. Die Stadt Rietberg muss sich im Verfahren genau an die Förderrichtlinien des Landes und der EU halten.

 Deshalb hatte in Druffel und Westerwiehe zunächst eine Bedarfsermittlung stattgefunden. Die Bürger hatten in Fragebögen mitgeteilt, wie langsam das Surfen im weltweiten Netz bei ihnen zu Hause tatsächlich ist. Jetzt liegt das Ergebnis vor, das kaum überrascht: In Westerwiehe sind 77 Prozent aller Haushalte unterversorgt, in Druffel sogar 90 Prozent. Weil die Haushalte und Firmen dort nur mit weniger als zwei Megabit pro Sekunde surfen können, ist eine weitere Voraussetzung für eine Förderung gegeben.

Bürgermeister Andreas Sunder: „Es ist durchaus möglich, dass eine solche Beihilfe in Zukunft auch für den Internetausbau in den anderen Stadtteilen fließen wird. Derzeit wird die Förderrichtlinie überarbeitet. Die Unterversorgungsgrenze von zwei Megabit, die vor sechs Jahren noch gerade passend war, könnte dann auf sechs Megabit heraufgesetzt werden.“

Rüdiger Ropinski von der Abteilung für Räumliche Planung und Entwicklung und der Bürgermeister hatten sich jüngst bei den freiwilligen Helfern bedankt, die in Druffel und Westerwiehe die Fragebögen für die Bedarfsermittlung verteilt hatten. „Ohne Eure Unterstützung hätten wir nicht so viele Bürger erreicht. Eure Mithilfe war wirklich Gold wert“, lobte Andreas Sunder die jungen Leute und ließ ihnen eine kleine Spende für die Vereinskassen zukommen. In Druffel freuen sich die Mitglieder der Landjugend darüber, in Westerwiehe sind es die Sängerinnen und Sänger des Jugendchors, die die Fragebögen verteilt haben.

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