Kinder einig: Die Welt braucht Spiele
Bild: Vredenburg
Runde Sache: In den mal bunten, mal durchsichtigen begehbaren Luftkugeln rollten die Kleinen im Neuenkirchener Park über die Wiese.
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Das fröhlich-turbulente Treiben auf der riesigen Spieloase zwischen Marken- und Stennerlandstraße weckte Erinnerungen an die Landesgartenschau vor sechs Jahren. Mehr als 100 ehrenamtliche Helfer aus 20 Vereinen hatten für die Aktionstage ein kunterbuntes Programm vorbereitet. Während die Erwachsenen sich auf Holzliegen oder Picknickdecken entspannten, flitzten die Kinder begeistert hin und her, um die zahlreichen Spielmöglichkeiten im Park, die anlässlich des Weltspieletags um sportliche, kreative und lustige Attraktionen ergänzt wurden, zu nutzen.

Die 1000 Luftballons, die im Rahmen eines Weitflugwettbewerbs in den Sommerhimmel geschickt wurden, waren ob der hohen Nachfrage bereits am frühen Nachmittag vergriffen. Ebenso die 200 Tontöpfe, die die Jugendrotkreuzler zur kunstvollen Bemalung mitgebracht hatten. Die Riesenkugeln, in denen die Kleinen unermüdlich über die Wiese tollten, das Kistenklettern, der Rolli-Parcours, das Bogenschießen, das Steuern flotter Miniatur-Rennautos, das Keschern im Sennebach oder der Wettbewerb um die Erlangung des Fußball-Abzeichen standen ebenfalls hoch im Kurs.

Martin Lind, Trainer der Mini-Kicker des TuS Viktoria Rietberg, war zufrieden: „Eine so große Resonanz hatten wir nicht erwartet.“ Ihm und seinem Verein gehe es mit dem Angebot darum, den Kindern zu vermitteln, dass Sport auch selbst praktiziert werden könne und nicht bloß Bestandteil von Computerspielen sei.

Integrativ ging es bei den Street-Soccer-Turnieren des Vereins für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (VKM) zu. Monique Windhaus: „Dafür, dass wir alles recht kurzfristig organisiert haben, läuft es mit 18 Mannschaften, die sich angemeldet haben total gut.“

Mit interessanten Informationen rund um das Rettungswesen präsentierten sich die Malteser. Rita Funke hatte indes alle Hände voll zu tun, kleine, hoffnungsvolle Musiktalente an der Freiluftorgel im Park spielerisch mit dem „Orgeldiplom“ zu belohnen. Kleiner Wermutstropfen: Obwohl der Blasebalg im Frühjahr aufgearbeitet wurde, ist das als „Europas größte spielbare Freiluftorgel“ gepriesene Instrument verstimmt und auch die Tasten greifen nicht mehr.

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