„Kleiner Geselle“ soll Geldfluss fördern
Bild: Schulte-Nölle
Hoffen auf regen Zuspruch: (v. l.) Dieter van Pels, Kolpinghaus-Gastwirt Jürgen Krämer, Andreas Venker, Monika Krämer, Manfred Rehkemper und Marion Rehkemper. Der Verein Kolpinghaus verkauft an diesem Wochenende beim Neuenkirchener Adventsmarkt den Kräuterlikör „Kleiner Geselle“, Familienplaner, Eierpunsch sowie eine alkoholfreie Variante. Der gesamte Erlös sowie die Spenden, die im Rahmen der Veranstaltung gesammelt wurden, fließen in den Neubau des Kolpinghauses.
Bild: Schulte-Nölle

Um das ambitionierte Unterfangen mit einer ausreichenden Summe zu unterfüttern, bieten die Aktiven im Rahmen des Neuenkirchener Adventsmarkts an diesem Wochenende allerlei Nützliches sowie Schmackhaftes feil. Unangefochtener Star des Sortiments dürfte der „Kleine Geselle“ sein. Den aromatischen Kräuterlikör aus dem Hause Paehler-Rietberg, dessen Etikett unter anderem das altbekannte Kolpinghaus ziert, gibt es in drei Mengeneinheiten. Schnell zugreifen lohnt sich, denn die Stückzahlen sind limitiert. Gerade einmal 500 0,2-Liter-Flaschen zu je einem Euro (mit Geschenkbox zwei Euro) sowie 90 0,5- (zwölf Euro) und 60 Ein-Liter-Exemplare (15 Euro) stehen zum Verkauf – wobei letztere vornehmlich für den Ausschank im Kolpinghaus selbst vorgesehen sind.

Erlös für Neubau des Kolpinghauses

„Wir wollten es erst einmal vorsichtig angehen“, begründet Vereinsgeschäftsführer Andreas Venker die knappe Kalkulation. Finde das Getränk reißenden Absatz, könne zu einem späteren Zeitpunkt nachgeordert werden. Schließlich soll der Kräuterschluck nach dem Willen der Mitglieder die gesamte Bauzeit begleiten – quasi als identitätsstiftende Stärkung. Dazu passen die weiteren Pläne der Gruppe, die an das neue Kolpinghaus angeschlossene Gaststätte ebenfalls „Kleiner Geselle“ zu taufen.

Geld in die Kasse soll auch ein Familienplaner spülen. Für zehn Euro pro Exemplar beinhaltet der Wandkalender zahlreiche Termine der Neuenkirchener Vereine, von den Karnevalssitzungen über Basare bis zum Schützenfest. Gedruckt wurde die praktische Jahresübersicht, die darüber hinaus reichlich Platz bietet für eigene Notizen, in einer Auflage von 250 Stück. „Einen Planer dieser Art hat es bei uns im Ort noch nicht gegeben“, betont Marion Rehkemper nicht ohne Stolz.

Sie bildet zusammen mit Johannes Wiethoff und Dieter van Pels den eigens zur Geld- und Spendenakquise für das Bauprojekt gegründeten Marketingausschuss des Vereins. Apropos Finanzspritze: „Die nehmen wir natürlich auch gern in Großform entgegen“, sagt Rehkemper mit Blick auf hiesige Unternehmen und lacht. Für die kleineren Summen halten die Aktiven an ihrem Stand auf dem Adventsmarkt eine Spendendose in Form des neuen Kolpinghauses bereit. Der Adventsmarkt öffnet seine Tore am morgigen Samstag um 17 Uhr. Am Sonntag startet das bunte Treiben gegen 14 Uhr.

Immobilie kostet 1,2 Millionen Euro

Mit insgesamt 1,2 Millionen Euro wird der Neubau des Kolpinghauses voraussichtlich zu Buche schlagen, wie der gleichnamige Verein am Mittwochabend bekanntgegeben hat. „Darin enthalten sind aber auch bereits Posten wie das Mobiliar, die Küche oder auch die mobile Bühne“, informiert Andreas Venker. Die Gruppe, künftige Eigentümerin des Gebäudes, geht davon aus, dass das Gros der Summe über den Verkauf der Fläche refinanziert werden kann, auf der aktuell noch das alte Kolpinghaus steht. Bekanntlich will sich die Volksbank Rietberg auf diesem Areal erweitern.

Der Verein rechnet unterm Strich mit einem Anteil von 200 000 Euro, den er selbst wuchten muss. „Dabei sind wir auf die Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung angewiesen“, macht Venker deutlich. Ursprünglich sollte das neue Kolpinghaus ab Mitte dieses Jahres in Pastors Garten in die Höhe wachsen. Mittlerweile ist der Startschuss jedoch in das erste Quartal 2019 verlegt worden. Als Architekt konnte der Rietberger Leon Meyer gewonnen werden. Die Pläne selbst haben sich nach Angaben der Vereinsmitglieder nicht wesentlich geändert. Der Saal des eingeschossigen Klinkerbaus wird demnach auf einer Fläche von rund 230 Quadratmetern Raum für bis zu 260 Sitzplätze bieten. Auf einer eigenen Internetseite informiert die Gruppe künftig über die Baufortschritte.

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