Kleines Paradies in der Fachwerkstadt
Bild: Weeg
Klettern erfordert Mut und Geschick. Auf der steinernen Kletterwand beweist der achtjährige Hugo sein Können. Die in Rietberg einzigartige Steinmauer kann auf vier Routen erklommen werden.
Bild: Weeg

Zuerst ein wenig schüchtern, dann aber sichtlich begeistert, erstürmt Carl die hölzerne Burg. Sein großer Bruder Hugo beweist unterdessen Mut und Geschick an der stattlichen Kletterwand. Er kann stolz auf sich sein, schließlich hat er das Abenteuer allein gemeistert. Mutter Anne Henze muss derweil keine Sorgen um die Sicherheit ihrer Söhne haben. Das gesamte Areal ist bestens gesichert und selbst für Kleinkinder risikofrei bespielbar, da die Umzäunung ein Abhandenkommen der Junioren verhindert.

Vorbildlich gepflegte Anlage

Hugo und Carl wollen den Spielplatz ohnehin nicht so schnell verlassen, da noch viele weitere Spielgeräte erkundet werden müssen. Einen Spielturm mit flotter Rutsche und wackeliger Hängebrücke gibt es schließlich nicht alle Tage zu sehen. Junge Sport-Asse können sich auf den Turnstangen überschlagen, während es auf der Wippe meist gemütlicher zugeht. Außerdem sind drei mit Sicherheitsbügeln ausgestattete Schaukeln vorhanden, die auch den jüngsten Besuchern viel Freude bereiten.

Wer noch höher hinaus möchte, der besteigt eine der zwei Kletterwände am Rand des Geländes. Die hohen Steinblöcke erinnern optisch an eine Gebirgswand und sind selbst für Kinder im Grundschulalter eine Herausforderung. Mindestens genauso beliebt ist ein kleiner Kran, der Sandkasten-Bauherren und zukünftige Architekten begeistert. Die Spielgeräte präsentieren sich in neuwertigem Zustand und sind bestens gepflegt. Auch die Fußwege und Rasenflächen des Geländes werden regelmäßig kontrolliert. Sie sind vorbildlich sauber. Obwohl der Spielplatz vergleichsweise klein ist, ist das Gesamtbild harmonisch.

Grund dafür ist die farbenfrohe Gestaltung der Spielgeräte in Verbindung mit grob behauenen Natursteinblöcken. Die langsam dahinfließende Ems im Hintergrund entspannt Kinder und Eltern gleichermaßen.

Allein an Tischen fehlt es

Eltern dürften von zahlreichen, angrenzenden Parkplätzen genauso begeistert sein wie von der zentralen Lage nahe der Innenstadt. Der Spielplatzbesuch lässt sich nämlich prima mit einem kleinen Einkaufsbummel im historischen Stadtkern verbinden. Dorthin verschlägt es auch Familie Henze, die nach dem anstrengenden Spielplatztest ein leckeres Eis an der Rathausstraße genießt. Auf dem Gelände sind Essen und Trinken zwar gestattet, da aber Tische fehlen, empfiehlt sich ein Abstecher in umliegende Restaurants oder Cafés.

„Das Fehlen von Tischen ist der einzige Wermutstropfen auf dieser ansonsten tadellosen Anlage“, erklärt Anne Henze ihre Sicht der Dinge. Auch Carl und Hugo zeigen sich mehr als zufrieden mit dem Areal am Südwall und werden den ereignisreichen Tag sicherlich in guter Erinnerung behalten. Fazit: Der Kinderspielplatz bringt frischen Wind in die altehrwürdige Innenstadt Rietbergs. Einzigartig, trotzdem bodenständig präsentiert sich das Gelände am Südwall Bürgern und Gästen der Emsstadt. Damit bestätigt Rietberg sein Selbstverständnis als familienfreundliche und junge Stadt.

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