Klimapark: Verbindendes Grün soll bleiben
Bild: Sudbrock
Unklare Zukunft: Dass der Rietberger Klimapark ein neues Konzept benötigt, war bei der Sondersitzung des Umwelt- und Klimaausschusses am Mittwoch unstrittig. Was sich künftig auf dem Areal befinden soll, dazu soll nun das Planungsbüro Tischmann-Loh erste Überlegungen liefern.
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Wie genau diese Fläche umrissen ist, und wie der Bereich wieder an Attraktivität gewinnen kann, muss nun im weiteren Verlauf erarbeitet werden. Die Entwicklung des Gebiets, so wurde bei der Sondersitzung des Umwelt- und Klimaausschusses deutlich, soll eingebettet werden in ein städtebauliches Rahmenkonzept.

Planungsbüro soll erste Überlegungen zur Nachnutzung des Gebiets anstrengen

Der Planungsraum umfasst dabei weit mehr als nur den umzäunten Bereich des Klimaparks. Mitbetrachtet werden demnach ebenfalls das direkt angrenzende Gelände, auf dem einst der Beitrag der Regionen zu finden war, das Labyrinth sowie das südlich gelegene Areal, das von Gallenweg, Marken- sowie Westerwieher Straße begrenzt wird. Hinzu kommt ein kleineres Territorium, das sich westlich des südlichen Gallenweg-Endes bis zur rückwärtigen Wohnbebauung Allensteiner Straße erstreckt.

Insgesamt bringt es der Planungsraum auf rund 120 000 Quadratmeter. Das Konzept dazu liefert das Stadtplanungsbüro Tischmann-Loh mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück. Es soll erste, grundsätzliche Überlegungen zur Nachnutzung des Gebiets anstrengen, wie es in der Vorlage zur Sondersitzung heißt.

Verträge mit den Projektpartnern nicht nachhaltig

In klaren Worten umriss Bürgermeister Andreas Sunder zu Beginn der Zusammenkunft, welche Bedingungen letztlich zu dem desolaten Zustand geführt haben, in dem sich der Klimapark heute befindet. Der Knackpunkt der Misere ist demnach im Vertragswerk begründet, das seinerzeit mit den Projektpartnern geschlossen wurde. In diesem sei weder geregelt, wie das Projekt organisiert geschweige denn, wer Hauptverantwortlicher ist, noch was passiert, wenn ein Partner aussteigt. „Diese Geschäftsgrundlage erlaubt es nicht, den Park nachhaltig zu betreiben“, brachte es der Verwaltungschef auf den Punkt.

Eine der Konsequenzen aus dem löchrigen Kontrakt: Dass der Anbieter hinter der Biogasfermenter-Station insolvent gegangen war und sein Exponat in der Folge versteigert werden sollte, erfuhr die Kommune nach eigener Aussage nur durch Zufall. „Wir haben den Beitrag dann erworben“, sagte Sunder. Gleiches gelte für das Ausstellungsstück von HB Solar, das ebenfalls aus einer Insolvenzmasse heraus gekauft worden sei.

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