Kolpinghaus-Bau erwacht aus Winterschlaf
Bild: Vredenburg
Es geht Schritt für Schritt vorwärts: In dieser Woche sollen die Fenster in das neue Kolpinghaus an der Gütersloher Straße eingesetzt werden. Der gleichnamige Verein treibt das Projekt unentgeltlich voran. 
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Der Umzug vom alten in das neue Gebäude ist nach aktuellen Plänen auf Ende August/Mitte September datiert. Der Verein ist mit 20 Mitgliedern ein relativ überschaubarer Zusammenschluss, der die in Eigenleistung zu erbringenden Innenarbeiten nicht allein stemmen kann. Man sei daher auf möglichst viele Helfer angewiesen, machte Geschäftsführer Venker deutlich.

„In Neuenkirchen tut sich viel“

„Was das Ehrenamt anbelangt, stehen wir in Neuenkirchen anderen in nichts nach“, lobte Ortsvorsteher Michael Streiß. Er zollte den Mitgliedern des Kolpinghausvereins, der die Realisierung des Neubaus als Bauherr unentgeltlich vorantreibt, seinen höchsten Respekt. „In Neuenkirchen tut sich viel“, stellte Streiß zufrieden fest und listete Projekte auf wie die Umgestaltung von Kirchplatz und Pastors Garten, den Straßenausbau Am Markt und den voraussichtlich im Herbst beginnenden Neubau des Sportheims an der Wapel.

Diese Maßnahme wurde von dem Stadtsportverbandsvorsitzenden Meinolf Hillemeier näher erläutert. Streiß hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Neuenkirchener Maitage neu aufleben zu lassen. Die Veranstaltung war bekanntlich 2019 ausgefallen, weil sich keine Führungsmannschaft mehr fand, die das Volksfest auf die Beine stellen wollte. „Die ersten Gespräche laufen – und ich bin davon überzeugt, dass wir uns für das erste Maiwochenende etwas einfallen lassen werden“, sagte der Ortsvorsteher.

An Tradition festhalten

„Vielleicht gibt es einen Bürgerbrunch am Sonntagmorgen in Stadlers Garten“, stellte er in Aussicht. Fest stehe indes, dass die Tradition des Maibaumpflanzens fortgesetzt werde. Wer weitere Ideen habe oder bei der Vorbereitung mitwirken wolle, könne sich gern bei ihm melden.

Ratsherr Dirk Bunger vermittelte der politischen Runde um Andreas Dreier, Chef der Ortsunion, Stadtverbandsvorsitzendem Christian Brockschnieder, Kreistagsmitglied Bernhard Altehülshorst, Ute Tessa Kulage, die ihr Kreistagsmandat niedergelegt hat und an Dreier übergibt, sowie den Vertretern aus Gewerbe und Vereinen einen aktuellen Stand in Sachen Glasfaserausbau. „Mit einer Vermarktungsquote von 34 Prozent hätte Neuenkirchen den Ausbau eigentlich kriegen müssen. In Rietberg lagen die Zahlen auch nicht höher“, kritisierte Bunger. Inzwischen zeichne sich aber eine städtische Beteiligung an der Netzgesellschaft Ostwestfalen (NOW) ab.

Hoffnung stirbt zuletzt

Dabei handelt es sich um eine 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Soest. Damit sei zugleich das Telekommunikationsunternehmen Helinet – ein eigenständiges Beteiligungsunternehmen mehrerer Stadtwerke der Hellweg-Lippe-Region, darunter die Stadtwerke Soest – weiterhin mit im Boot. „Wir haben die Hoffnung, dass Neuenkirchen direkt nach der Fertigstellung des Ausbaus in Rietberg in Angriff genommen wird“, sagte Bunger. Enttäuschend sei allerdings die Kommunikation seitens Helinet, ob die bereits abgeschlossenen Verträge ihre Gültigkeit behalten.

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