Leitfaden für Kirche im Wandel der Zeit
Bild: Grujic
Konzeptvorstellung: (v.l.) Elisabeth Hermwille (Pfarrgemeinderat), Pastor Andreas Zander (Leiter des Pastoralverbunds Rietberg-Süd) und Klaus Igelhorst (Vorsitzender des Gesamtpfarrgemeinderats) stellten jetzt die 30-seitige Broschüre vor. Das Konzept soll dazu einen Beitrag leisten, dass die drei Gemeinden noch enger zusammenwachsen und alte Grenzen überwunden werden.
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Pastor Andreas Zander sowie Klaus Igelhorst und Elisabeth Hermwille vom Gesamtpfarrgemeinderat stellten das Pastoralkonzept am Donnerstagabend vor. Die bevorstehenden Änderungen, aber auch bereits eingesetzte Entwicklungen waren nach Auskunft Zanders die Triebfedern beim Verfassen. „In einer neuen Zeit wird sich auch das Gemeindeleben neu darstellen müssen“, erklärte der Pastoralverbundsleiter. „Es kann nicht alles so weitergehen, wie wir es gewohnt waren. Es gilt, die neue Situation in den Blick zu nehmen, aber nicht unter dem Aspekt des Verlusts, sondern als notwendigen Aufbruch, den Gott mit uns gehen will.“

Deswegen habe man das Augenmerk nicht allein auf die Angebote in den drei Pfarrgemeinden St. Johannes Baptist Rietberg, St. Anna Bokel und St. Jakobus der Ältere Mastholte gelegt, die wegen zu geringer Nachfrage oder fehlender Ehrenamtlicher nicht mehr durchgeführt werden können. Elisabeth Hermwille: „Wir haben auch geschaut, was noch möglich ist, was vielleicht sogar neu hinzugekommen ist.“ Dabei habe man festgestellt, dass das Gemeindeleben nach wie vor vielfältig ist, sich aber im Wandel befindet.

„Trotz aller Bemühungen werden wir künftig aber nicht mehr alle Angebot in jeder der drei Gemeinden vorhalten können“, unterstrich Zander. „Es muss in vielerlei Hinsicht neu gedacht werden, vielleicht ist die Bildung bestimmter Themenschwerpunkte in den einzelnen Pfarrgemeinden sinnvoll.“

Im Zeitraum von zwei Jahren hat sich der Gesamtpfarrgemeinderat in Arbeitsgruppen und Klausurtreffen ein detailliertes Bild von sieben Kernaspekten der Glaubensarbeit gemacht: Dazu zählen die Kinder- und Jugendarbeit, die kirchennahen Erwachsenenverbände, das weite Feld der Taufberufung, aber auch Themen wie „Sorge um Menschen in Not“ und „Gemeinsam glauben im Alter“. Einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt das in gedruckter Form in den Schriftenständen der Kirchen ausliegende Konzept nicht. „Es soll bei Bedarf fortgeschrieben werden und vor allem als Leitline zur Lösung künftiger Problemstellungen dienen“, sagte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Klaus Igelhorst bei der Vorstellung.

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