Literatur in Rietberg mit neun Autoren
Bücher bis zum Abwinken: Neun Lesungen stehen in Rietberg ab dem 9. September auf dem Programm.

Klassik und Romantik, auch Musik, Philosophie und der moderne Gesellschaftsroman, Gedichte für Große und Kleine, dazu Literaturgeschichte und ein Roman über die Gleichzeitigkeit von Krieg und Frieden in der heute globalisierten Welt: Noch nie, da ist sich Rietbergs Bibliotheksleiter Manfred Beine sicher, bot die Reihe „Literatur in Rietberg“ eine solche Bandbreite literarischer Themen.

Auftakt ist am Freitag, 9. September, mit einem der Altmeister der deutschen Literatur und Sprache, mit dem Lyriker und Prosaautor Reiner Kunze. Kunze hat gleich zwei Auftritte in der Emsstadt: Vormittags liest er Kindergedichte, abends Prosa, Tagebuchaufzeichnungen und Lyrik. Bald nach Veröffentlichung seines Buches „Die wunderbaren Jahre“ (1976), das nur im Westen erscheinen durfte, verließ er die DDR. 

Das Duo Bozza ist am  30. September zu Gast. Das sind Andreas Evers an der Flöte und Stephan Schäfer an der Gitarre. Mit Stücken von Wolfgang Amadeus Mozart begleiten sie den Schauspieler Josef Tratnik, der aus Eduard Mörikes berühmter Novelle „Mozart auf der Reise nach Prag“ liest. Die musikalisch-literarische Veranstaltung ist auch als eine Reverenz an den Fürsten Kaunitz-Rietberg zu verstehen, dessen 300. Geburtstag im Jahr 2011 ausführlich gewürdigt wird.

Peter Stephan Jungk schaut am  14. Oktober vorbei. Bei seinem Besuch in der Emsstadt präsentiert der in Paris lebende Sohn des Zukunftsforschers Robert Jungk und Peter-Handke-Freund mit seinem Buch „Das elektrische Herz“ etwas nicht minder Unwahrscheinliches: den romanhaften Lebensdialog eines gefährdeten Ichs mit seinem eigenen Herzen. Das Buch ist durchaus autobiografisch begründet, denn nach seiner Lesereise durch das Münsterland im Frühjahr 2006 machten Peter Stephan Jungk chronische Herzrhythmusstörungen zu schaffen. Diese mündeten bald in eine langwierige Herzerkrankung mit Infektionsgefahr und Herzoperation.

Adam Soboczynski liest am 23. November. Er stellt sein neues Buch über den tragischen Dichter Heinrich von Kleist vor („Kleist. Vom Glück des Untergangs“). Der junge stellvertretende Feuilletonchef der „Zeit“, der 2005 über Kleist promovierte, veröffentlichte seitdem bereits mehrere erzählende Bücher.

Darüber hinaus kommen Chrsitoph Heins, John von Düffel, Michael Kleeberg, Volker Braun und Sibylle Lewitscharoff.

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