Lothar Schaefers lebt für Unicef
Bild: Tiemann
Seit 25 Jahren ist Lothar Schaefers für Unicef im Einsatz.
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Die Hilfsorganisation zeichnet den 50-Jährigen um 17 Uhr im Alten Progymnasium für seine Dienste aus. Unicef hat dem Mann, der in seinem Ehrenamt aufgeht, viel zu verdanken. Allein mit dem Verkauf der legendären Unicef-Grußkarten hat Schaefers in einem Vierteljahrhundert 550 000 Euro in die Kasse der weltweit tätigen Hilfsorganisation gespült. Dafür nimmt der hauptberufliche Tischler viel in Kauf.

 Im Advent, der Hochzeit für den Verkauf der Unicef-Karten, tauscht er nach Feierabend den Arbeitsplatz in der Firma Kriener gegen zugige und kalte Stände auf Weihnachtsmärkten im Kreis Gütersloh. Bis 21 Uhr bringt er Karten unter die Leute und geht am nächsten Morgen früh wieder zur Arbeit. Zwei Wochen geht das so – jedes Jahr im Dezember. Ob Privatleute oder Firmen, der Neuenkirchener wirbt überall für Unicef-Grußkarten, nicht nur im Advent.

Sechs weitere Ehrenamtliche hat er mittlerweile an seiner Seite. Wenn es mal eng wird, springt auch die Familie des dreifachen Vaters mit ein: Im vergangenen Jahr hat sie Schaefers dabei geholfen, 700 Weihnachtspakete, gespickt mit Werbeartikeln und kleinen Aufmerksamkeiten zu packen. Gegen eine Spende von vier Euro gibt der Ehrenamtliche sie weiter.

 Als junger Mann sah Schaefers eine Unicef-Spendengala mit Blacky Fuchsberger im Fernsehen. Der Anstoß für sein Engagement, wie er sagt: „Ich war so begeistert, dass ich sofort mitmachen wollte.“ Das war vor 25 Jahren. Seither steckt der 50-Jährige jede Sekunde seiner Freizeit in die ehrenamtliche Tätigkeit. Persönlich habe ihn dieses Engagement weitergebracht: „Ich konnte früher nicht gut auf Menschen zugehen. Mittlerweile hat sich das ins Gegenteil verkehrt.“ Auf die Frage, ob er noch andere Hobbys habe, kommt die Antwort prompt: „Nein.“ Aber Freunde und Bekannte seien ihm wichtig, für sie nehme er sich gern Zeit.

Dass Unicef vor zwei Jahren wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten in die Schlagzeilen geraten ist, stört Schaefers nicht: „Ich stehe vollständig hinter dieser Organisation. Sonst würde ich diesen Job nicht machen.“

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