Maitage im Zeichen der Integration
Auf den Schultern ihrer Eltern schmückten die Feldmaus-Kinder den Ahornbaum mit bunten Schleifen.

Organisatoren und Besucher waren sich einig: „Das ist gelebte Integration.“ Mit der kulturellen Vielfalt auf den Maitagen behauptete das Wapeldorf einmal mehr seine Vorreiterrolle im Miteinander von Menschen mit unterschiedlichem Migrationshintergrund. Bereits während der Landesgartenschau im Jahr 2008 hatte der Rietberger Stadtteil mit seinem Parkbeitrag „Ort der Kulturen“ für Aufsehen gesorgt. Dass es in Neuenkirchen früher eine jüdische Synagoge gab, die Pfarrkirche St. Margareta Neuenkirchen das älteste katholische Gotteshaus im Rietberger Land ist, und gegenüber der Firma Kemper seit einiger Zeit eine türkische Moschee besteht, macht den Ort innerhalb der Stadt einzigartig.

„Fest der Kulturen“ als Vorbild

Beflügelt vom Geist der Integration wurde vor wenigen Jahren das „Fest der Kulturen“ aus der Taufe gehoben, das in diesem Jahr am Sonntag, 17. Juli, über die Bühne geht. In dieser Tradition standen am Wochenende auch die Neuenkirchener Maitage.

Kinder aus Polen tanzen, singen und sagen Gedichte auf

Das Komitee zur Pflege der Städtepartnerschaft Rietberg/Glogówek um Vorsitzende Monika Kuper hatte übers Wochenende eine Kindertanzgruppe aus Schlesien an die Ems eingeladen. Höhepunkt des abwechslunsgreichen Programms der jungen Gästeschar waren die Auftritte im Rahmen der Maikirmes. Mit schwungvollen Tänzen zu traditionellen polnischen Liedern und aktuellen Hits aus den Charts beeindruckten die Jungen und Mädchen aus Rietbergs Schwesterstadt in der Aula der Neuenkirchener Hauptschule. Dass sie auch wunderbar singen, Klavier spielen und mit Bravour Gedichte in deutscher Sprache vortragen können, bewiesen einige ganz mutige Glogóweker Solokünstler obendrein.

Fröhliches Stelldichein in der Aula

Zur trilateralen Völkerbegegnung wurde ihr Auftritt durch die Unterstützung des Spielmannszugs der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen, der zu Beginn mit einigen Stücken den Frühling in die Aula holte. Mit traditionellen Tänzen bereicherten darüber hinaus die Mädchen der Ditib-Moschee das fröhliche Stelldichein, das Teil der kreisweiten Europawoche war. Später beim Fassanstich vor dem Modegeschäft Wapelhorst wiederholten die Nachwuchskünstler ihren Auftritt – zur Freude des Publikums auf der Langen Straße.

„Feldmaus“-Kinder schmücken Ahorn

Seinen Anfang hatte das mehr als 125 Jahre Volksfest am Samstagnachmittag mit dem Schmücken des Maibaums genommen. Auf dem Platz vor der Alten Volksschule verzierten Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte „Feldmaus“ den jungen Ahorn, der im Anschluss zu den Klängen des Spielmannszugs an seinen künftigen Standort befördert wurde. Auf der gegenüberliegenden Seite von Stadlers Wäldchen an der Gütersloher Straße setzen Bürgermeister André Kuper, Ortsvorsteherin Bärbel Diekhans und Gewerbevereinsvorsitzender Bernhard Kollenberg den Maibaum mit vereinten Kräften in die Erde.

SOCIAL BOOKMARKS