Mastholter Todesfall: Klage abgelehnt
Bild: von Stockum
An der Schillerstraße in Mastholte ist Pawel Iljenko zu Tode gekommen.
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Demnach hat der Senat Kins Antrag als unzulässig abgewiesen, da er die Mindestanforderungen für die Aufnahme eines solchen Verfahrens nicht erfüllt. „Es handelt sich damit um eine Abweisung aus formellen Gründen“, erklärt Brandt. Der Beschluss sei nicht anfechtbar.

Schwere Vorwürfe gegenüber der Polizei

Pawel Iljenko war am 9. Juli 2018 bei einem Polizeieinsatz an der Schillerstraße in Mastholte gestorben. Das rechtsmedizinische Gutachten weist als Todesursache das sogenannte Excited-Delirium-Syndrom aus, das zu einem Herz-Kreislauf-Versagen geführt hat.

Die Familie des Opfers erhebt indessen schwere Vorwürfe gegenüber den Polizisten, die mit vier Streifenwagenbesatzungen vor Ort waren. Sie seien mit übertriebener Gewalt gegen Iljenko vorgegangen. Der 46-jährige Paderborner hatte randaliert und Passanten angegriffen, nachdem er mit seinem Auto in der Siedlung liegengeblieben war.

Beschwerde mehrfach abgewiesen

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bielefeld waren im August 2019 eingestellt worden. Dagegen hatte Rechtsanwalt Kin, der die Interessen der Hinterbliebenen vertritt, Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft in Hamm eingelegt, jedoch ohne Erfolg. Nun hat auch das Oberlandesgericht Hamm als nächst höhere Instanz das Anliegen abgewiesen.

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