Miniburg bietet optimalen Rahmen
Die Hälfte der etwa 200 Besucher des Konzerts mit Herrn H. am Samstagnachmittag an der Miniburg in Mastholte bestand aus Kindern. Die Lieder, die der Lippstädter geschrieben und vertont hat, summen auch Erwachsene gern mit.

Es gibt solche Tage wie am Samstag, die können echt nicht schöner verlaufen. Das Ereignis war ausverkauft, was bei Herrn H. alias Simon Horn (36), Sohn von Kinderliedermacher Reinhard Horn, der Normalfall ist. Auch in Coronazeiten hat der Singer-Songwriter aus Lippstadt jede Menge Terminanfragen zu bewältigen. Begleitet von einer Schar von Fans, die mit ihm aus der Nachbarstadt an den See gereist waren. 

Cooler Auftritt

„Emma, die Ente, die ewig verpennte, hat wohl Probleme mit der Zeit. Emma ist die schönste Ente weit und breit.“ Lieder, die Simon Horn geschrieben und vertont hat, summen auch Erwachsene gern mit. Sein lustiges Unterhaltungsangebot, Tanzeinlagen inklusive, hatte Familien mit Anhang angelockt. Wohl auch deshalb, weil Herr H. schon zum dritten Mal in Langenberg und auch bei coolen Auftritten im Rietberger Gartenschaupark zur festen Größe geworden ist. Die Hälfte der etwa 200 Besucher bestand aus Kindern. Die beantworteten spontan seine Fragen, so auch die nach ihrem Alter. Ein Junge rief: „Ich bin ein halbes Jahr alt.“ Worauf Herr H. noch mehr grinste und meinte: „Dafür sprichst du aber schon gut Deutsch.“ 

Was die Kooperationspartner in Sachen Kultur unter dem Motto „Sommer am See“ unter blauem Himmel corona-angepasst in Szene setzten, war klar organisierte Teamarbeit, dem Augenschein nach lief alles wie von selbst. Andrea Löppenberg, Social Media-Fachfrau im Langenberger Verein „Musikzehner“, verwaltete die Kasse am Eingang, Vorsitzender Michael Langewender stand seinen Mann am Mischpult, andere Akteure teilten sich Organisationsarbeiten, verkauften Bier, alkoholfreie Getränke und Würstchen mit Senf. 

Fruchtbare Zusammenarbeit

Dazu kam Hajo Ahrens, der im Miniburg-Team administrativ die Nachfolge von Ralf Langenscheid angetreten hat. „Wir konnten dieses Jahr weder unser beliebtes Zeltlager oder Klassentreffen noch sonstige gewohnt gut besuchte Ereignisse durchführen. Wir haben also auch keine sonstigen Mieteinnahmen gehabt.“ Umso mehr, sagte Ahrens, begrüße er die gelungenen Freiluftveranstaltungen im Zusammenwirken mit den Langenberger Kulturschaffenden.

Bemerkenswertes Programm

Die Kulturpartner an der Mastholter Miniburg bewältigten schon einige bestens besuchte Termine in der laufenden Corona-Phase: am 18. August spielte die Kölner Band Ehrenfeld, am 23. August ging das Sonntag-am-See-Festival mit zwei Musikgruppen über die Bühne, am 5. September absolvierte Thees Uhlmann seine Landparty vor 250 Besuchern. Auch das einen Tag später veranstaltete Klassikkonzert mit vier Instrumentalisten war besuchermäßig ein Erfolg. 

Die Akteure um Michael Langewender vom Langenberger Verein „Musikzehner“, der den dortigen Kulturgüterbahnhof betreibt, hatten sich auch diesmal mit dem Miniburg-Team Mastholte, das die katholische Kirchengemeinde hegt und pflegt, auf souveräne Weise die Arbeit geteilt. Letztere zeichneten für Verpflegung mit einem kleinen Angebot von Speisen und Getränken verantwortlich. Eine Teilnehmerin, Mutter von zwei Kleinkindern: „Uns allen gehen Herz und Seele auf. Sonne, der schöne Seeblick, gut gelaunte Leute. Was wollen wir an einem Samstag im Frühherbst in Mastholte eigentlich noch mehr?“

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