Mit Schleier über die Partymeile
Bild: Vredenburg
Originelle Idee: Die Braut in Spe Silvia Schmitz (vorne) feierte ihren Junggesellinnenabschied auf dem Rietberger Kneipenfestival Hänky Pänky.
Bild: Vredenburg

„Es ist ein Abend zum Genießen, besser geht’s nicht“, freute sich Volker Pappert, der die Veranstaltung organisierte. Das fanden auch die Kolleginnen und künftigen Schwägerinnen von Silvia Schmitz, die in zwei Wochen heiratet. Die gewitzten Mädels hatten das Kneipenfestival zum Rahmen für einen zünftigen Junggesellinnenabschied erklärt. Der Braut, mit Schleier und blinkender Herzchenkette ausgestattet, verpassten sie einen pinkfarbenen Bauchladen mit Spaßartikeln. Die Erlöse waren für die Finanzierung der Getränke bestimmt. Das originelle Sortiment fand reißenden Absatz, sodass der feuchtfröhliche Abend gesichert war.

Die besten Lieder aus 50 Jahren

Bevor es in den Kneipen richtig abging, rockte die Band „Orange House“ die Rathausbühne mit den besten Songs der vergangenen 50 Jahre. Mit dem Schwerpunkt auf mehrstimmigem Gesang und grundsolidem instrumentalen Background gilt die fünf Jahre junge Formation um Frontmann Ralf Müller als Garantie für beste Partystimmung.

„Flying Ties“ bringen Fanclub mit

Viele Kneipenbummler verweilten bei milden Temperaturen zunächst draußen in den Biergärten, trafen Bekannte, unterhielten sich und genossen die stimmungsvolle Atmosphäre. Die Musik war auch hier gut zu hören. „The Flying Ties“ aus Olpe, die ihr Publikum mit Klassikern der Rockgeschichte von „Deep Purple“ bis „The Who“ verwöhnten, hatten ihren eigenen kleinen Fanclub mitgebracht: Die Rietbergerin Ellen Kay sowie die Schwestern Hanna und Lena Reh, die Töchter des Drummers und des Bassisten. „Wir sind eigens aus Köln und Halle an der Saale angereist, um beim Kneipenfestival dabei zu sein“, verrieten sie.

Hexenkessel auf dem Land

Während die Gruppe „Lay Back“ in „Stollmeiers Bistro“ Oldies servierte – Sänger Robin Stone sieht nicht nur aus wie Rod Steward, er klingt auch so – rockten die „Rhythm Torpedoes“ aus Marburg den Saal der Gaststätte Blomberg. In einem Hexenkessel ländlicher Scheunenpartys hätte die Stimmung nicht besser sein können. Mit Jazz-, Pop- und Soulklängen nahmen die jungen Musiker der heimischen Band „Jazzed Off“ ihr Publikum im „1643“ gefangen. Ein ganz anderer, aber nicht minder fesselnder Sound klang aus dem Hotel Vogt. Die fünf Musiker der Gruppe „Letterfrack“ aus Minden servierten traditionelle Trinklieder und kämpferische Songs über Freiheit, Leid und Krieg.

SOCIAL BOOKMARKS