Musikalisches Feuerwerk entfacht
Bild: Vredenburg
Vielseitig: Selbst den Staubwedel schwingt Bariton Sebastian Seitz mit Eleganz.
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 „Als hätte er’s gewusst, der Teufelskerl“, stellte Klumpp augenzwinkernd den direkten Bezug zum Rietberger Rundtheater her. Gut gelaunt und mit leichter Hand führte der Chefdirigent des Folkwang-Kammerorchesters Essen bereits zum dritten Mal durch das mitreißende Programm – spritzig eingeläutet mit der Ouvertüre zu der fast vergessenen Operette „Leichte Kavallerie“ aus der Feder des Urvaters der Wiener Operette Franz von Suppé.

Im Anschluss daran entfachten die Philharmoniker mit dem rasanten Cachucha-Galopp ein musikalisches Feuerwerk der Extraklasse. Als Gesangssolist brillierte der Bariton Sebastian Seitz, der zu den vielversprechendsten Konzert- und Opernsängern seiner Generation zählt. Seine Präsenz und Stimmgewalt stellte er nicht nur in der Arie „Als flotter Geist“ aus der Operette „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauß unter Beweis. Zur Ouvertüre „Der Vogelfänger bin ich ja“ aus der magischen Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart etwa wirbelte Seitz im Federkostüm des Papageno über die Bühne.

Auf die Orpheus-Quadrille, ebenfalls von Johann Strauß, folgte die von Goethe inspirierte Beethoven-Arie „Mit Mädeln sich vertragen“. Eine ganz andere Weltsicht vermittelte das Orchester mit der bittersüßen Ouvertüre „Der Mückenchor“ zu der komisch-fantastischen Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ aus der Feder von Otto Nicolai, dem Gründer der Wiener Philharmoniker. Musikalische Leckerbissen wie der Teufelstanz „Danse diabolique“ von Joseph Helmesberger, die Arie „La Danza“ von Giacchino Rossini oder der „Ballsirenen-Walzer“ voller bekannter Melodien aus der Operette „Die lustige Witwe“ rundeten das seit Wochen ausverkaufte Konzert gelungen ab.

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