Nachsitzen in der Schule mit Flötotto-Design
Die Fotos für die Kampagne zum neuen Stuhl hat der berühmte Fotograf Oliviero Toscani aus Italien gemacht.

Der Stuhl von morgen, der nächste Woche auf der Möbelmesse in Köln vorgestellt wird, hat nicht mehr viel zu tun mit dem Stuhl von gestern. Drei Merkmale unterscheiden das Sitzmöbel, das den Namen „Pro“ trägt, gravierend von seinem Vorgänger: Farbe, Material und Sitzdynamik.

Die Entwicklung stellte die Firma vor eine Herausforderung. Frederik Flötotto, gemeinsam mit seinem Vater Elmar Geschäftsführer des Unternehmens, sagt im Gespräch mit der „Glocke“: „Die Vorgaben, die wir als Hersteller dieser Stühle erfüllen müssen, sind enorm. Man hat sehr wenig Spielraum und muss dennoch ein völlig neues Produkt entwerfen.“

 Der 35-jährige Unternehmer ist sich sicher, mit dem Stuhl den Nerv der Zeit getroffen zu haben. Da ist zunächst die Farbpalette, die das braune Original blass aussehen lässt: aquablau, kiwigrün, korallrot, schneeweiß, graphitschwarz und granitgrau sollen für Abwechslung im Schulalltag sorgen. „Das Schulleben ist ernst genug, da darf es mal etwas bunter zugehen“, findet Flötotto.

Zunächst war geplant, die Stühle aus Pag-Holz zu fertigen. Das ist ein mit Phenolharz getränktes Buchensperrholz, das Flötotto stets für Schulstühle bevorzugt hatte. Während der Produktentwicklung stellte sich heraus, dass die Holzvariante die heutigen hohen Ansprüche an flexibles Sitzen nicht erfüllen kann. „Die Zeiten, in denen die Schüler stocksteif dasaßen, sind vorbei“, erklärt Flötotto. Deshalb schwenkte das Unternehmen auf Kunststoff – Polypropylen – um.

Dank des neuen Materials ermögliche der Stuhl ein dynamisches und rückenfreundliches Sitzen, schwinge mit dem Körper mit und sei so optimal auf die Ansprüche modernen Sitzens ausgerichtet, sagt der Unternehmer. Das bedeute nicht, dass der Stuhl das bei Schülern beliebte „Kippeln“ noch unterstütze. „Vielmehr passt er sich dem natürlichen Bewegungsdrang an.“

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