Nächtliche Sirene weckt Anwohner auf
Die Feuerwehr war in der Nacht zu Donnerstag auf der Suche nach einer ominösen Sirene.

Anwohner meldeten den ungewöhnlichen Lärm bei der Polizei-Leitstelle. Die wiederum alarmierte die Feuerwehr, die beim Einsatz auf ihr Gehör vertrauen musste. „Die Kameraden sind quasi dem Geräusch hinterher gefahren“, sagt Stadtbrandmeister Peter Pepping am Morgen danach im Gespräch mit der „Glocke“.

Des Rätsels Lösung fanden Vertreter des Löschzugs Neuenkirchen unter der Leitung von Michael Schnatmann schließlich an der Markenstraße. Die Brandmeldeanlage einer Firma hatte den Alarm ausgelöst. Sie war an die Sirene der Feuerwehr gekoppelt, die ihrerseits Alarm schlug.

Weil die Feuerwehr nichts von der Existenz der Firmenanlage wusste, glich die Ursachenforschung der Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen. Der Inhaber der Firma war zu nächtlicher Stunde zunächst nicht zu erreichen, daher griff die Feuerwehr zu einem Trick: Mit der Drehleiter fuhr sie an das Gebäude heran und kappte kurzerhand die Stromleitung. Doch die Ruhe währte nur Sekunden. Dummerweise hatte das Kappen der Leitung zur Folge, dass sich das Notstromaggregat einschaltete und erneut lautstarken Alarm auslöste.

Bis der Firmeninhaber vor Ort war und über Neuenkirchen wieder Ruhe herrschte, vergingen etwa anderthalb Stunden. „Das war eine unruhige Nacht“, sagt Pepping, dessen Handy am Donnerstagmorgen nicht mehr stillstand. „Alle wollten von mir wissen, was eigentlich los war. Aber ich bin froh, dass es nichts Ernstes war.“

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