Natur-Tretbecken wird bald eröffnet
Bild: Vredenburg
Noch diesen Sommer soll hier ein Natur-Tretbecken im Park Mitte eröffnet werden.
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 An der neuesten Attraktion zwischen dem 18 Meter hohen Aussichtsturm im Forum Natur und der roten Brücke im Parkteil Mitte beteiligen sich die 1177 Mitglieder des Fördervereins Gartenschaupark mit 10 000 Euro.

 Trotz Dauerregens waren jetzt zahlreiche Mitglieder der Einladung des Fördervereinsvorsitzenden André Kuper zur Baustellenbesichtigung gefolgt. „Dieses Projekt, das wir als Förderverein maßgeblich voranbringen, ist auf ehrenamtliche Unterstützung unserer Mitglieder angewiesen“, erklärte Kuper. Dass die Planung des Tretbeckens ebenso gesponsert wurde wie der Baustoff Sand sowie alle Tiefbauarbeiten oder die Fertigung eines in der Mitte angebrachten Handlaufs, nannte Kuper beispielhaftes Indiz dafür, „wie wir als Gemeinschaft im Förderverein arbeiten“.

 Die Idee zu dem Projekt sei bereits vor fünf Jahren während der Landesgartenschau entstanden. Zahlreiche Besucher hätten den Wunsch geäußert, im Park ein Kneipp-Wassertretbecken anzulegen. Diese „prinzipiell tolle Idee“ sei wegen der hohen Standards dieser gesetzlich geschützten Variante im Hinblick auf Wasserqualität und Hygiene finanziell nicht stemmbar gewesen. Als Alternative sei schließlich aus den Mitgliederreihen ein Naturwasser-Tretbecken vorgeschlagen worden.

Der Fördervereins-Vorstand habe daraufhin gemeinsam mit der Park-GmbH das Areal hinter der roten Brücke auserkoren. Das mit Naturstein-Sitzquadern und abgrenzender Bepflanzung gestalterisch an den Wasserspielplatz angepasste Tretbecken befindet sich am Rand des Vogel- und Naturschutzgebiets „Emsniederungen“. Der Zugang erfolgt über einen Bohlensteg.

Die frisch gegossene, 3,5 Meter breite und gut zehn Meter lange Sohle soll – je nach Wasserstand – etwa 30 Zentimeter unterhalb des Wasserspiegels des grundwassergespeisten Obersees liegen. Um den Hochwasserschutz mit dem Aspekt Naherholung zu verbinden, sind Obersee und Untersee im Rietberger Gartenschaupark – beide werden aus dem Dortenbach und dem Markgraben gespeist – im Vorfeld der Landesgartenschau 2008 aus einem ursprünglich angedachten Regenrückhalte- und Überlaufbecken entstanden.

 Kleiner Wermutstropfen: Nährstoffreicher Untergrund begünstigt seither immer wieder unerwünschten Algenwuchs.

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