Neuenkirchen hängt bei 30 Prozent
Bild: von Stockum
Fasern aus einem dieser Röhrchen stehen für ungeahnte Bandbreiten im Privathaushalt. Mittlerweile sind die Tiefbauer in Rietberg angekommen. In Neuenkirchen wird noch vermarktet.
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Künftig finden Kunden an der Bahnhofstraße 14 in Rietberg nicht nur Ansprechpartner in Sachen Strom und Gas aus kommunaler Hand, sondern auch hinsichtlich Telekommunikationsdienstleistungen sowie Breitbandausbau. Es fügt sich zusammen, was irgendwie auch zusammengehört.

Deutlich vor dem Zeitplan

Der Beginn der Eingewöhnungsphase in der gemeinsamen Präsenz fällt zusammen mit dem Start der Erdarbeiten für den Breitbandausbau in Rietberg. Die damit beauftragte Firma Eltel war in Mastholte und Mastholte-Süd so schnell vorangekommen, dass sie zuletzt im Zeitplan mehrere Monate übersprang und erste Kolonnen am Montag damit begonnen haben, im Süden der Stadt der schönen Giebel in die Tiefe zu gehen.

Nicht nur für die Rietberger ist das eine gute Nachricht. Auch für all jene, die in Neuenkirchen die 40-Prozent-Marke knacken möchten, damit dort ebenfalls der Anschluss ans Netz der Zukunft gelingt, könnten sich die herannahenden Tiefbautrupps sowie die gemeinsame Anlaufstelle von Stadtwerken und Helinet als nützlich erweisen. Etwa 280 Verträge seien noch erforderlich, hieß es am Mittwoch während eines Pressegesprächs.

Diverse Werbeveranstaltungen

Vielleicht werde manchem nun zunehmend bewusst, dass Konkurrenzprodukte derzeit möglicherweise ausreichend, in wenigen Jahren aber antiquiert sein dürften, hoffen die Verantwortlichen auf den erforderlichen Auftrieb. Ende Juni endet im Wapeldorf die Vermarktungsphase. Wenn bis dahin nicht 40 Prozent der Haushalte einen Anschluss buchen, dürfte es das vorerst gewesen sein. Denn so schnell dürfte sich nach BBV und Helinet wohl kaum ein Dritter in Neuenkirchen ausprobieren, vermuten die Investoren. Sie kündigten am Mittwoch zum einen eigene Veranstaltungen an und wiesen auf erweiterte Öffnungszeiten im Helinet-Anlaufpunkt an der Langen Straße in Neuenkirchen hin, sind zum anderen aber auch mit Mitarbeitern vertreten bei privat initiierten Nachbarschaftstreffen in Garagen, von denen heute und morgen jeweils ein weiteres stattfindet.

Es fehlen hunderte Verträge

Viele würden erst wach, wenn der Bagger um die Ecke biegt, weiß der stellvertretende Helinet-Geschäftsführer Ulrich Todt. Das Problem in Neuenkirchen: Es fehlen noch hunderte Unterschriften. Und ohne die bewegt sich da erstmal gar nichts.

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