Partnerstädte feiern in Frankreich
Auf der Terrasse des Ribéracer Rathauses erneuerten Bürgermeister Remy Terrienne, Komiteevorsitzender Bernhard Altehülshorst, Julie Goulard, Bürgermeister Andreas Sunder und Christian Altehülshorst (v. l.) den deutsch-französischen Treueschwur.

Die Polen wiederum wurden von einer vierköpfigen Delegation aus Vbrno begleitet. Glogówek hält seit Jahren enge Verbindungen zu der tschechischen Kleinstadt. So geriet die deutsch-französische Geburtstagsfeier in der Dordogne zum Vier-Länder-Treffen.

Der Jubiläumsfestakt begann mit einem Defilee von Oldtimern. Der Ribéracer Bürgermeister Remy Terrienne und sein Rietberger Amtskollege Andreas Sunder bestiegen einen Renault Fregate Cabrio, Bürgermeister Andrej Kalamarz (Glogówek) und Bürgermeisterin Helena Kudelova (Vbrno) einen offenen Citroen DS 21. Die Partnerschaftskomiteevorsitzenden Jean Helmer (Ribérac) und Bernhard Altehülshorst (Rietberg) ließen sich in einem Renault Caravelle Cabrio zum Rathaus der französischen Schwesterstadt fahren.

Vor dem festlich geschmückten Rathaus enthüllten Terrienne und Sunder zur Erinnerung an das Jubiläum eine Kalksteinstele des Künstlers Pierre Carcauzon, die die Wappen beider Städte zeigt. Für Sunder war es der erste Besuch in Ribérac. Er zeigte sich beeindruckt von der Gastfreundschaft und der Anteilnahme der Bürger beider Städte an der Partnerschaft. Sunder wünschte sich, dass die Städtefreundschaft auch in Zukunft mit so viel Leben erfüllt werde. Als Gastgeschenk hatte er ein Bild des Kinderbuchautors Janosch im Gepäck, das das Rietberger Rathaus zeigt.

Julie Goulard und Christian Altehülshorst trugen jeweils in der Sprache des anderen Auszüge einer Rede des französischen Schriftstellers Viktor Hugo vor, der schon 1849 die Vision eines geeinten Europas hatte. Anschließend erneuerten die beiden Bürgermeister den Partnerschaftseid. Musikalisch wurde die Zeremonie von einer Auswahl des Blechbläserensembles der Musikschule für den Kreis Gütersloh und des Saxofonensembles der Musikschule in Ribérac begleitet. Als die zwölf deutschen und 16 französischen Musiker zusammen die Nationalhymnen der beiden Länder und die Europahymne intonierten, waren viele Zuhörer zu Tränen gerührt. Vor 30 Jahren hatte noch jede Gruppe für sich gespielt.

Mehr über das Partnerschaftsjubiläum lesen Sie in der „Glocke“ am Freitag.

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