Pelletanlage entlastet Umwelt und Kasse
Nach sechs Monaten Betriebszeit Zieht die Stadt eine erste positive Bilanz hinsichtlich ihrer Pelletanlage.

Die neue Holzpelletheizung stellt die Wärmeversorgung für die angrenzende Martinschule, die Grundschule und die Sporthalle sowie das Sportheim des Tennisclubs und Westfalia Neuenkirchen sicher und soll den klimaschädlichen Kohlenstoffdioxid-Ausstoß auf Dauer um zirka 80 Prozent reduzieren.

Unweit der Tennisanlage ist die Heizzentrale mit einem 400-Kilowatt-Pelletheizkessel entstanden. Dort werden kleine Holzpresslinge verfeuert. Die so gewonnene Energie wird über zwei 2900-Liter-Pufferspeicher direkt in das Nahwärmenetz für das Schulzentrum Neuenkirchen eingespeist. Bei sehr hohem Energiebedarf schaltet sich ein Gasbrennwertkessel zu. Der war erst 2013 in der Martinschule Rietberg installiert worden, dient aber jetzt in der neuen Heizzentrale als Not- beziehungsweise Spitzenlastkessel mit einer Nennwärmeleistung von noch einmal 246 Kilowatt. Das Wärmenetz reicht über eine 600 Meter lange Nahwärmeleitung im Außenbereich und 906 Metern Stahlrohr bis in alle Gebäude.

Die Anlage ist auf dem neuesten Stand der Technik, denn alle Objekte sind über Netzwerkkabel miteinander verbunden, so dass die Daten untereinander ausgetauscht werden und die Pelletanlage bedarfsgerecht gesteuert wird. Sämtliche Informationen können zentral in der Hausmeisterloge der Martinschule abgefragt werden. Dort laufen auch alle eventuellen Störungen auf, so dass Hausmeister Georg Seelig die Anlage mühelos bedienen kann. Die Hauptarbeit falle an, wenn der Kessel gereinigt werden müsse: „Das ist nach 6000 Betriebsstunden nötig“, sagt Seelig.

Dank der mit der Pelletanlage erneuerten Technik kann Matthias Setter, Fachbereichsleiter Bauen im Rathaus, mehrere Vorteile auflisten: „Der Wärmegewinnungspreis reduziert sich auf knapp vier Cent je Kilowattstunde.“ Die Energieversorgung mit Erdgas lag zuvor bei 5,92 Cent je Kilowattstunde. Seit Inbetriebnahme Anfang November sind rund 130 Tonnen Pellets verfeuert worden. Und so ist auch der gesamte Brennstoffbedarf rückläufig: Die Statistik wirft einen Wert von 782 525 Kilowattstunden für die Zeit vor der Sanierung aus - jetzt sind es noch 704 272 Kilowattstunden pro Jahr.

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