Pfarrer Augustinus Dröge nimmt Abschied
Bild: Vredenburg
Gut gelaunt und gelöst: (v. l.) Pfarrer Andreas Zander, der Ruheständler Augustinus Dröge und Pfarrer Thomas Hengstebeck beim Empfang im Neuenkirchener Kolpinghaus. Dröge sagt der Kirchengemeinde nach gut 31 Jahren Adé.
Bild: Vredenburg

Am Sonntag überreichte der Geistliche die Mittelchen dem frisch gebackenen Pensionär Pfarrer Augustinus Dröge. Witzig, gelöst, aber auch etwas wehmütig war die Stimmung beim Empfang im Neuenkirchener Kolpinghaus. Rund 280 Freunde und Wegbegleiter waren erschienen, um sich nach gut 31 Jahren „Gottesdienst – nicht nur am Sonntag“ persönlich von Augustinus Dröge zu verabschieden.

Erstellung einer pastoralen Vereinbarung

„Pfarrer Andreas Zander wird jetzt leitender Pfarrer, im Volksmund auch Raumpfleger genannt“, verkündete Hengstebeck augenzwinkernd und betonte zugleich, dies sei ein ehrenwerter Beruf, den er selbst schon seit 2014 ausübe. „Ich weiß also, was da auf ihn zukommt.“ Die Gemeinde rief er dazu auf, sich am Prozess zur Erstellung einer pastoralen Vereinbarung zu beteiligen. „Wenn Sie alle mitmachen und viele neue Ideen einbringen, werden Sie das rocken“, zeigte sich Hengstebeck zuversichtlich.

Damit wirklich alles glatt geht, hatte er auch für Pfarrer Zander einige Zaubermittel parat: eine Schleck-Impfung mit Dreiphasen-Immunschutz gegen Krisen, eine Anti-Chaos-Pille, ein Anti-Aggressivum, das selbst gegen Schwarzmalen wirkt, sowie eine Anti-Sorgen-Pille mit dem Effekt Grübelstopp. Zander nahm die kleinen Helferlein dankend entgegen, merkte aber trocken an: „Für den normalen Gebrauch empfehle ich immer noch die Schluckimpfung direkt an der Theke.“ 

Im Rahmen des Empfangs erinnerte Zander ebenfalls daran, dass der Pastorale Raum Rietberg eigentlich bereits für das Jahr 2015 gesetzt war. Pfarrer Dröge und er hätten sich jedoch erfolgreich gegen diese ehrgeizigen Pläne aus Paderborn zur Wehr gesetzt.

Mit Pfarrer Zander Vorbereitungen getroffen

Wir wollten den heutigen Tag abwarten, um jetzt zu starten“, erklärte Zander. In der Zwischenzeit hätten beide eine ganze Menge vorbereitet und nicht zuletzt in Teilen bereits umgesetzt, etwa die Reduzierung auf nur noch zwei Kirchenvorstände. Auch die Pfarrgemeinderäte hätten schon mehrfach zusammen getagt. „Und es ging gut“, resümierte Zander. Deutlich schwieriger seien da die Teamsitzungen gewesen. Man müsse aufeinander zugehen. „Wir werden einander noch besser verstehen und kennenlernen. Wir schaffen das, stellte der Pfarrer heraus.

Dröge wird in Mastholte wohnen

Äußerst dankbar zeigte sich Pfarrer Andreas Zander, dass Augustinus Dröge nach Mastholte – und nicht wie ursprünglich angedacht nach Paderborn – zieht, und somit dem Pastoralen Raum Rietberg erhalten bleibt. „Ich bin sicher, dass noch so Manches gemeinsam auf uns zukommt. Ganz in den Ruhestand wird man in unserer Firma ohnehin nicht entlassen“, meinte Zander.

Mit ganzer Kraft für die Gemeinde engagiert

Manfred Rehkemper vom Vorstand der Kirchengemeinde St. Margareta dankte Dröge dafür, dass er sich stets mit ganzer Kraft für die Gemeinschaft der Gläubigen eingesetzt und sich nie gescheut habe, Widerstände zu überwinden. Beispielhaft dafür seien Großprojekte wie der Neubau des Kolpinghauses, aber auch die Renovierung des Gotteshauses, die Erweiterung und Umstrukturierung des Altenheims sowie die Neugestaltung des Kirchplatzes.

Rehkemper: „Sie hinterlassen eine gut aufgestellte Gemeinde, in der Kirche noch gelebt wird.“ Er sei sehr gern in Neuenkirchen gewesen, hätte sich aber erst in sein Amt eingewöhnen müssen, sagte Dröge: „Es hat manche Schwierigkeiten gegeben, aber Sie haben mich ertragen, und ich bin froh, dass ich hier gut aufgenommen worden bin.“ Zander wünschte er „eine gute Hand und Gottes Segen für die Mammutaufgabe, die vor dem Pastoralen Raum liegt“.

SOCIAL BOOKMARKS