Porträts werden für guten Zweck verkauft
Bild: Schulte-Nölle
Binnen fünf Tagen hatte die Rietberger Grafikdesignerin Birgit Peterschröder im März 140 Porträts angefertigt. Die Konterfeis sollen nun verkauft werden. Der Erlös wird jeweils zur Hälfte der katholischen sowie der evangelischen Kirchengemeinde vor Ort zur Verfügung gestellt. Darüber freuen sich der katholische Pfarrer Andreas Zander (l.) und sein evangelischer Amtskollege Dietrich Fricke.
Bild: Schulte-Nölle

Bei Pfarrer Dietrich Fricke und seinem katholischen Amtskollegen Andreas Zander stieß die Illustratorin mit ihrer Idee gleich auf offene Ohren. Beide wollen die Finanzspritze Bedürftigen in der Kommune zukommen lassen. Als Mittler fungieren die örtliche Diakonie sowie die Caritas. „Wir haben das Glück, dass wir in beiden Organisationen engagierte Leute haben, die einen guten Blick besitzen für ihre Umgebung und für jene Menschen, die Hilfe benötigen, sich aber häufig nicht trauen, um Unterstützung zu bitten“, betont Andreas Zander. Das Gros der Spendensumme wird demnach in den Bereich der Einzelhilfen für Familien fließen.

Die darunter fallenden Unterstützungsangebote sind vielfältig – und so individuell wie die Schicksale, mit denen sich die beiden Geistlichen konfrontiert sehen. „Manchmal geht es nur darum, jemandem 50 Euro in die Hand zu drücken, damit wenigstens für die nächsten Tage der Familienkühlschrank nicht leer bleibt“, erklärt Dietrich Fricke. Im Gegensatz zum Sozialamt, wo die Seele von links nach rechts gedreht werde, funktioniere diese Hilfe unbürokratisch. Mit einer Ausnahme: Über jeden Vorgang wird eine Quittung ausgestellt. So entstehe eine Verbindlichkeit, dieses Geld in besseren Zeiten wieder zurückzuzahlen, sagt Fricke. Auch wenn sichergestellt werden soll, dass Kinder aus einkommensschwachen Elternhäusern trotz der Geldsorgen eine ausreichende Mahlzeit in der Schule einnehmen können, springen die Kirchengemeinden schon einmal ein. Gleiches gelte, wenn solche Heranwachsenden an einer kirchlichen Freizeit teilnehmen möchten. Zu den weiteren Hilfeleistungen gehören etwa die Unterstützung von Flüchtlingen, aber auch die für Obdachlose.

Der Verkauf der Porträts läuft noch bis Samstag, 23. Dezember. „Wer mehr als 20 Euro für den guten Zweck geben möchte, kann dies natürlich gern tun“, sagt Birgit Peterschröder mit einem Lächeln. Wer sein Porträt erwerben möchte, meldet sich bei ihr unter Telefon 0170/2438018 oder E-Mail an info@birgitpeterschroeder.de.

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