Prinz „Eppi“ regiert im Wapeldorf
Bild: Nienaber
Seit Samstagabend bekleiden Prinzessin Bärbel I. und Prinz Eberhard I. Dreisewerd das höchste Amt der KKGN.
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Seit Samstagabend, 22.25 Uhr, ist es Gewissheit: Als Prinzessin Bärbel I. und Prinz Eberhard I. regieren die beiden das Neuenkirchener Narrenvolk. Nichts war im Vorfeld durchgedrungen, die Kolpingkarnevalisten verstehen es eben, ein Geheimnis zu hüten. Umso größer war die Freude bei den Feiernden in ihren bunten Kostümen, als ihr „Eppi“ im schmucken Ornat an der Seite von Gattin Bärbel durch den Saal des Kolpinghauses zog. „Oh, wie ist das schön“ schallte es durch den Raum, und sollte die Stimmung zuvor auch nur einen Hauch abgeebbt sein, waren spätestens jetzt alle Kolpingkarnevalisten wieder voll da.

Weg war vorbestimmt

Der Weg auf den Tollitätenthron war für den 46-jährigen Installateur und Außendienstler sowie die 44-jährige Altenpflegerin vom Bussardweg im Grunde vorbestimmt. In der Gefolgschaft vom Schützenkönigspaar Andreas und Birgit Venker haben die Dreisewerds 2011 nämlich schon einmal Thronluft geschnuppert. Und weil dies so viel Spaß gemacht hat und ihr Freund und Nachbar sowie der aktuelle „Doktor h.c.“ der KKGN, Andreas Venker, es vorgemacht hat, blieb eigentlich auch Bärbel und Kolpingvorstand „Eppi“, wie er im Wapeldorf von den meisten gerufen wird, nichts anderes übrig, als die Schützenuniform gegen die Narrenjacke zu tauschen.

Närrische Familie

Dies ist dem gebürtigen Neuenkirchener und der geborenen Münsterländerin aber sicher leicht gefallen, steht doch bei der ganzen Familie der Karneval seit Jahren hoch im Kurs. So ist Bärbel Dreisewerd, die 1994 mit Eberhard vor den Altar schritt, seit acht Jahren im Orga-Team des Kinderkarnevals aktiv. Tochter Katharina (18) stand bei der KKGN früher ebenfalls regelmäßig auf der Bühne, Johanna Dreisewerd (17) ist vielen als das Tanzmariechen vergangener Jahre bekannt, und Nesthäkchen Daniel (12) ist im Kinderkarneval eifrig dabei. Eine Lanze für das Ehrenamt wolle er brechen, betonte Prinz Eberhard I. in seiner Antrittsrede. Er nutzte die Gelegenheit, im Rampenlicht den vielen engagierten Menschen Neuenkirchens seinen Dank und seine Anerkennung auszusprechen.

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