Prinzendasein ist Familiensache
Bild: Vredenburg
Junge Regenten: Maximilian-Luis I. Tölle und Emilia I. Vertkersting schwingen seit dem Wochenende für den Rietberger Karnevalsnachwuchs das närrische Zepter. Beide sind familiär mittelschwer vorbelastet, was den Jeckenvirus angeht.
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An ihrer Seite regiert Maximilian-Luis I. Tölle, der ebenfalls dem karnevalistischen Hochadel entstammt. Seine Eltern Simon I. und Andrea I. Tölle hatten in der Session 2015/16 das jecke Sagen. Damals war Maximilian schon als Page dabei und hat bei den Umzügen Bonbons geworfen.

„In diesem Fall sind nicht die Eltern auf uns zugekommen, sondern die Kinder selbst haben uns zwei handgeschriebene Bewerbungsschreiben mit Passbild und jeder Menge Konfetti geschickt“, freut sich Grafschaftler-Präsident Robert Junkerkalefeld. Das eine in einem roten, das andere in einem gelben Briefumschlag. „Da konnten wir gar nicht Nein sagen.“

„Das Bewerbungsschreiben war eine tolle Idee. Der Präsident hat geschaut wie ein ICE. Jetzt fährt der Party-Zug vom Bahnhof ab, nächster Halt: Rietberg-Narrenstadt“, reimte der zehnjährige Prinz in seiner Antrittsrede. Seine gleichaltrige Prinzessin, die bereits als Tänzerin der „Rieti-Funken“ Bühnenerfahrung gesammelt hat, erklärte: „Im Rampenlicht zu stehen macht mir nichts aus. Ich probiere es jetzt mal als Prinzessin aus.“

Maximilian-Luis I. Tölle und Emilia I. Vertkersting kennen sich schon aus dem Kindergarten. Zurzeit besuchen sie die vierte Klasse der Rietberger Emsschule. Er ist aktiver Fußballer beim TuS Viktoria und engagiert sich gemeinsam mit Emilia bei den Messdienern. Sie spielt in ihrer Freizeit gerne Tennis, singt im Chor und spielt Klavier.

Die Proklamation des Kinderprinzenpaars war eingebunden in ein stimmungsvolles Programm. Diesmal lautete das Motto „Auf der Wiese geht es rund, mit den Krabbeltieren wird es bunt“. Die Moderatorinnen Jana Schnippenkötter sowie Barbara, Theresa und Magdalena Oeverhaus schwirrten als schrille Vögel, Libellen, Schmetterlinge und Raupen über die Bühne. Für Höhepunkte wie die Trommelparty mit dem Fanfarenzug, Gags mit Johanna Otto und Lara Bormann oder Maya Hanhardt, die das Lied „Wann fängt mein Leben an“ aus dem Film Rapunzel sang, starteten die vier immer neue Superraketen. Am Ende verkündeten sie ihren Abschied von der Bühne.

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