Projekt: Alt und Jung nähern sich an
Zertifikate zum Abschluss wurden den Realschülern überreicht. Das Bild zeigt sie mit (hinten, v. l.) Schulleiter Burkhard Ernst, Religionslehrerin Ulla Linnemann, Heimleiter Hubert Löbbecke, Projekt-Betreuer Jochen Linnert und Ergotherapeutin Isabell Ahlke.

Vor den Sommerferien endete nun das in Theorie und Praxis unterteilte Schulprojekt. Jochen Linnert, der den Jugendlichen als Ansprechpartner im Altenheim zur Verfügung stand, überreichte allen Schülern ein Zertifikat und einen Gutschein für die hauseigene Cafeteria, verbunden mit dem Wunsch, „dass Ihr noch mal wiederkommt.“ Fast täglich waren die Schüler im Haus – einige über die Schulstunden hinaus – und bereicherten mit ihren Aktionen das Leben der Bewohner.

Kontakte geknüpft und Beziehungen aufgebaut

In Gesprächsrunden und bei gemeinsamen Unternehmungen wurden Kontakte geknüpft und Beziehungen aufgebaut. Im Namen der Bewohner dankte Linnert den Schülern, dass sie sich für dieses Projekt engagiert haben. Er dankte ihnen auch für ihre Geduld, ihre Zuverlässigkeit und das Interesse an den Senioren: „Manchmal war es nicht ganz einfach, mit unseren Bewohnern in Kontakt zu kommen.“ Schulleiter Burkhard Ernst freute sich, dass sich für dieses Projekt eine so große Gruppe gefunden hatte: „Ihr habt Euch einer nicht kleinen Herausforderung gestellt, und dazu gehört Mut. Ihr habt Euch auf Neues eingelassen und darauf könnt Ihr stolz sein. Ihr habt viele Erfahrungen gesammelt, die Ihr so schnell nicht vergessen werdet.“ Ernst kündigte an, das Projekt im nächsten Schuljahr für die gesamte Jahrgangsstufe anzubieten, denn „diese Erfahrung, Kontakte zu alten Menschen zu haben, statt im Unterricht nur darüber zu reden, ist unbezahlbar.“

Projekt als gute Ergänzung bei der Berufswahlvorbereitung

Zudem sei das Projekt eine gute Ergänzung zur Berufswahlvorbereitung, denn die Schüler machten sich ein Bild von dem Tätigkeitsfeld und bauten im Gespräch mit „Kollegen“ Vorurteile ab. Die Aussichten, in diesem Beruf einen Ausbildungsplatz zu bekommen, sind gut: „Wir haben die Anzahl unserer Ausbildungsplätze verdoppelt und übernehmen unsere Auszubildenden auch, denn wir suchen händeringend Fachkräfte, gerne auch männliche“, sagte Hubert Löbbecke, Leiter der Einrichtung. Zurzeit bewohnen 77 Senioren das Altenheim St. Johannes Baptist. Sechs Plätze stehen für die Kurzzeitpflege zur Verfügung und 12 für die Tagespflege. Alle Plätze sind zurzeit belegt.

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