Rathausstraße: Bürger bringen Ideen ein
Bild: Schulte-Nölle
An Stellwänden haben die Bürger im Alten Progymnasium ihre Ideen für die Rathausstraße festgehalten. Auch Stadtführerin Marlies Rupprath (r.) beteiligte sich an dem Prozess. Die Eingaben sollen im Auslobungstext für den Realisierungswettbewerb berücksichtigt werden.
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Im Zentrum stand der Realisierungswettbewerb, der im Ergebnis – so erhoffen es sich Verwaltung und Ratsfraktionen – das Antlitz der Hauptverkehrsader durch die historische Innenstadt gründlich aufpolieren soll. Dafür hat die Kommune im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (Isek) bereits gut sechs Millionen Euro eingepreist, von denen mindestens 50 Prozent aus Fördertöpfen von Bund und Land zurückfließen sollen.

15 Landschaftsarchitekten liefern Entwürfe

Fachlich begleitet wird der Wettbewerb von dem Dortmunder Büro Post, Welters und Partner. Dessen Geschäftsführerin Ellen Wiewelhove erklärte den Anwesenden am Mittwoch das Prozedere im Detail. Demnach gehen 15 Landschaftsarchitekten ins Rennen um die besten Vision für die Rathausstraße.

Das Auswahlverfahren ist anonym, soll heißen: Das Preisgericht erhält zu jedem Entwurf lediglich eine Nummer. Erst, wenn im Juni die Entscheidung für die drei besten Vorschläge gefallen ist, wird das Urhebergeheimnis gelüftet. Die Skizzen selbst werden im Anschluss daran öffentlich ausgestellt.

„Das Verfahren liefert Ihnen 15 Vorschläge für die Kosten eines Vorplanungshonorars“, nannte Wiewelhove einen der Vorteile. Der Nachteil: Am Ende kann es nur einen Gewinner geben. Denn die Entwürfe dürfen nicht gemischt, attraktive Ideen nicht beliebig zusammengewürfelt werden. Das schließe jedoch kleinere Korrekturen am originalen Modell im Rahmen der späteren Feinplanung nicht aus, stellte die Architektin heraus.

Politik zurrt im Februar die Leitlinien fest

Noch bis Mittwoch, 22. Januar, nimmt die Stadt weitere Vorschläge entgegen. Ansprechpartner ist Rüdiger Ropinski, E-Mail: ruediger.ropinski@stadt-rietberg.de, Telefon 05244/986273
Am Dienstag, 4. Februar, sollen die Mitglieder des Bau-, Planungs- und Verkehrsausschusses festzurren, an welche Rahmenbedingungen sich die Landschaftsarchitekten bei ihren Konzepten zwingend zu halten haben. Die Ideen vonseiten der Fraktionen seien bereits Ende des vergangenen Jahres im Rahmen eines Workshops erfasst worden, informierte Wiewelhove. Nun seien die Bürger am Zug.

„Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, Sie aktiv in den Prozess einzubinden“, hatte Bürgermeister Andreas Sunder bereits zum Auftakt der Veranstaltung betont und an die erste Beteiligungsaktion am Freitag auf dem Wochenmarkt erinnert. Dort seien vielfältige Vorschläge genannt worden. Partizipation heiße indessen nicht, dass jeder Wunsch auch eins zu eins umgesetzt werden könne. Dafür sei die Gemengelage schlicht zu heterogen.

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