Raubmord Westerwiehe: Urteil rechtskräftig
Foto: Eickhoff
Das Urteil gegen Robert D. ist rechtskräftig. Zu dieser Entscheidung kam der Bundesgerichtshof fünf Jahre nach der grauenvollen Bluttat in Westerwiehe.
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Noch nicht eingegangen sei derweil die Bestätigung des zweiten Urteils gegen den Mitangeklagten Artur T.

Lebenslang wegen Mords

Die Erste Große Strafkammer unter Vorsitz von Dr. Marc Brüning hatte Robert D. im Mai 2019 zu lebenslanger Freiheitsstrafe wegen Mords, besonders schweren Raubs und gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Als Motiv gilt Habgier. D. ist einer der Haupttäter in dem am 3. November 2015 verübten Raubmord an dem Westerwieher Heinrich S. Dem nun bestätigten Urteil war im Dezember 2016 ein in erster Instanz gefälltes vorausgegangen, das jedoch vom BGH im Rahmen eines Revisionsverfahrens wieder einkassiert worden war. Als Begründung wurde seinerzeit eine fehlerhafte Gesetzesanwendung sowie Beweisführung genannt.

Gleiches geschah mit dem Urteil gegen Artur T., der beim ersten Prozess ebenfalls eine lebenslange Haftstrafe auferlegt bekommen hatte. In dem neuerlichen Verfahren kam er dann mit einer deutlich milderen Strafe – sechs Jahre und neun Monate Gefängnis – davon. Zudem wurde er auf freien Fuß gesetzt, da er eine feste Wohnanschrift in Gütersloh nachweisen konnte und eine Fluchtgefahr ausgeschlossen wurde.

Verfahren neu aufgerollt

Zur Neubeurteilung seiner Rolle war es gekommen, weil T. gestanden hatte, lediglich als Fahrer in das Tatgeschehen am 3. November 2015 involviert gewesen zu sein, mit dem Mord an Heinrich S. indessen nichts zu tun gehabt zu haben. Das Gegenteil konnte damals nicht bewiesen werden.

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