Raumanalyse ist vorerst vom Tisch
Bild: Vredenburg
Im Ganztagsbetrieb stößt die Rudolf-Bracht-Grundschule Mastholte immer häufiger an ihre Kapazitätsgrenzen.
Bild: Vredenburg

 „Dabei stellt sich die Frage, wie die Grundschule der Zukunft aussieht, und welche räumlichen sowie pädagogischen Rahmenbedingungen hierfür erforderlich sind“, sagte Bürgermeister Andreas Sunder jüngst im Fachausschuss und schlug die Entwicklung der „Modellgrundschule Mastholte 2040“ vor. Von den Erfahrungen könnten auch die anderen Standorte profitieren.

Sunders Empfehlung, zunächst ein Planungsbüro mit der Erstellung einer Analyse zu beauftragen und daraus ein Raumprogramm zu entwickeln, fand keine Mehrheit. CDU-Fraktionschef Marco Talarico vertrat die Ansicht, dass vorher ein Konzept auf dem Tisch liegen müsse, das von der Bildungsstätte selbst erarbeitet wird. Vor dem Hintergrund, dass Schulleiterin Bärbel Hilgenkamp im Sommer in den Ruhestand geht, müsse zudem abgewartet werden, mit welcher Zielrichtung ihre Nachfolge antrete.

Hilgenkamp griff das Wort Modellschule auf und meinte: „Das ist ein schöner Ehrentitel, den wir Grundschulen im Stadtgebiet uns alle verdient haben. Denn in Kooperation bringen wir schon länger geradezu modellhaft gute gemeinsame Konzepte auf den Weg.“ Vor dem Hintergrund der „heute zwingend notwendigen Individualisierung von Unterricht“ habe sich der Raumbedarf in den vergangenen Jahren allerdings verändert. „Im jetzigen Ganztag teilen wir die Klassen in viele Kleingruppen auf. Dafür sowie für Aktionen und Präventionsmaßnahmen, die Schulsozialarbeit oder die Vorbereitung, brauchen wir mehr Raum“, machte Hilgenkamp deutlich und betonte: „Wir müssen nicht erst irgendwelche Konzepte entwickeln – es gibt sie bereits.“

Durch die frei werdende Hauptschule müsse der Raumbedarf ohnehin geklärt werden – allein schon wegen der Aula, „die wir abgegeben haben, als es knapp wurde“, so Hilgenkamp. Seitdem habe man keine Versammlungsstätte mehr. Ihr sei wichtig, „dass nicht irgendwelche utopischen Zukunftskonzepte oder Notlösungen geplant werden“, sondern dass der „aktuelle Bedarf einer gut funktionierenden Grundschule“ zugrunde gelegt werde, um daraus ein Konzept zu entwickeln, dass auf die anderen Schulen übertragbar sei.

Am Ende der Diskussion erteilte die Politik der Verwaltung den Auftrag, die weiteren Verfahrensschritte zunächst mit den Grundschulleitungen und am 20. März mit der Schulratskommission abzustimmen. Die Raumanalyse ist damit vorerst vom Tisch.

SOCIAL BOOKMARKS