Regen kann Besucher nicht schrecken
Bild: Vredenburg
Seinem Namen alle Ehre machte einmal mehr der Kreativmarkt des Heimatvereins Neuenkirchen. An den Ständen in der Alten Volksschule fanden die Besucher vielerlei handwerklich gefertigte Geschenkideen.
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„Es tut mir leid, dass ich kein besseres Wetter mitgebracht habe. Im Umkreis von zehn Kilometern schneit es, nur hier ist es grau“, zeigte sich selbst der heilige Mann (Michael Streiß) enttäuscht. Dem Kinderchor, der den Rotbemantelten mit dem Lied „Lasst uns froh und munter sein“ empfing, und dem Schützenverein, der die Veranstaltung bereits zum dritten Mal ausgerichtet hatte, sprach der Mann mit dem weißen Rauschebart ein dickes Lob aus. „Es ist erfreulich, dass es noch Vereine gibt, die so etwas organisieren“, betonte er.

„Seit wir die Veranstaltung vom aufgelösten Gewerbeverein übernommen haben, hatten wir jedes Mal Pech mit dem Wetter. Im vergangenen Jahr zog dichter Nebel auf, im Jahr davor regnete und stürmte es“, blickte der Chef der Hubertusschützen, Klaus Henkenherm, bedauernd zurück. Ans Aufhören denken die Grünröcke aber nicht. Schließlich habe sich alles gut eingespielt. „Wir teilen uns die Aufgaben, und auch das Aufstellen der Hütten hat wieder reibungslos geklappt“, freute sich der Brudermeister über die Unterstützung der Stadt.

Die heimeligen, mit Lichterketten und Nadelgewächsen geschmückten Holzhütten rahmten das vorweihnachtliche Treiben stimmungsvoll ein. Und auch der große Weihnachtsbaum, auf den die Schützen im vergangenen Jahr verzichtet hatten, stand diesmal wieder pünktlich zum ersten Advent an seinem angestammten Platz. Der von Klaus Zobel gegründete Kinderchor, der sich im Zeichen des großen pastoralen Raums Rietberg, der ab 2019 realisiert werden soll, mit dem Kinderchor Bokel zusammengeschlossen hat, erfreute die übersichtliche Besucherschar mit weihnachtlichen Liedern. Leiterin Charlotte Kubasik gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die sangesfreudige Gruppe weiter wächst. Jungen und Mädchen bis zur dritten Klasse proben jeden Dienstag ab 16 Uhr im Rietberger Pfarrheim, Kinder der vierten und fünften Klasse eine Stunde später.

Während der vom Heimatverein organisierte Kreativmarkt zum Stöbern in die Räume der Alten Volksschule einlud, die in einem warmen, orangefarbenen Licht erstrahlte, nutzten Vertreter der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) die Adventsmarktbühne für eine symbolische Scheckübergabe. Die eine Hälfte der Summe in Höhe von 3000 Euro, die die Aktiven jüngst mit dem Verkauf von 11 520 Apfelsinen erzielt haben, soll dem Kinderschutzbund Bielefeld zugutekommen, die andere einem Kinderheim in Tansania.

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