Regen von oben, Orden von Herzen
Hubert Kremer erhielt das Silberne Verdienstkreuz und Heinz-Peter Speit das St.-Sebastianus-Ehrenkreuz, das ihm Bezirksbundesmeister Hans Heitjohann um den Hals hängte (v.l.).

Dass der Himmel am späteren Samstagabend scheinbar alle Schleusen öffnete und der Festumzug am Sonntagvormittag wegen Regens abgesagt werden musste, tat der Stimmung der Rietberger „Grünröcke“ jedoch keinen Abbruch.

Auftakt nach Maß

Einen Auftakt nach Maß erlebten Schützenbrüder und -schwestern sowie zahlreiche Zuschauer am Samstagabend beim Zapfenstreich vor der Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Wettergott noch ein Einsehen mit den Gildeschützen, sodass Ansprachen, Ehrungen sowie Huldigung der Majestäten Reinhard Münster und Birgit Könighaus trockenen Fußes über die Bühne gehen konnten.

Ein Hauch Wehmut

Ein Anflug von Wehmut schwang in der Stimme von Reinhard Münster mit, als er an neun verdiente Vereinsmitglieder die Königsorden verlieh. Damit bedankten er und seine „bessere Hälfte“ sich für die Unterstützung im kurz vor dem Abschluss stehenden Regierungsjahr. Monika und Thomas Laukötter, Werner Ottemeier, Michael Descher, Uschi Könighaus, Marion Lehmeier, André Potthoff, Stefan Kay und Sonja Stücker bekamen die Abzeichen von Reinhard Münster an die Uniform beziehungsweise ans Festkleid gesteckt.

St.-Sebastianus-Ehrenkreuz für Heinz-Peter Speit

Zwei verdiente Schützenbrüder ehrte Bezirksbundesmeister Hans Heitjohann am Sonntagnachmittag. Die Zeremonie war wegen der unsicheren Wetterlage kurzerhand ins Festzelt verlegt worden. Über das St.-Sebastianus-Ehrenkreuz freute sich Heinz-Peter Speit. Der 56-Jährige nahm die Auszeichnung für seine herausragenden Verdienste um die grüne Tradition entgegen. Seit seinem Vereinseintritt 1971 hat Speit eine Karriere hingelegt, die ihresgleichen sucht. 1979 grüßte er mit 24 Jahren als bislang jüngster Rietberger Schützenkönig. 1998 wurde er „König der Könige“, bevor er im Jahr 2002 erneut den Adler bezwang und als Kaiser die Gilde regierte. Verantwortung übernimmt der frisch gebackene Ehrenkreuzträger seit Jahren bei der Pflege des Festplatzes, dem Aufbau des Schützenfests und der Organisation des Offizierskorps, dem er seit 1977 angehört. 2004 wurde Heinz-Peter Speit zum Bataillonskommandeur befördert. „Du bist Gildemitglied mit Leib und Seele“, lobte ihn Bezirksbundesmeister Hans Heitjohann.

Silbernes Verdienstkreuz an Hubert Kremer

Das Silberne Verdienstkreuz überreichte Heitjohann am Sonntag an Hubert Kremer. Er sei immer zur Stelle, wenn seine Hilfe gebraucht werde. „Deine handwerklichen Fähigkeiten haben sich längst im Offizierskorps herumgesprochen. Darüber hinaus trägst Du seit 2004 mit der gebotenen Achtung die Standarte“, unterstrich der Bezirksbundesmeister. Kremer, seit 40 Jahren im Verein, hat sich auf der grünen Karriereleiter mittlerweile zum Leutnant emporgearbeitet. Besonderen Einsatz zeigte er während des Umzugs der Gilde von der Bokeler Straße an die Teichwiesen. Heitjohann: „Der neue Platz und das Vereinsheim tragen an vielen Stellen Deine Handschrift.“

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