Regierungspräsidentin verteilt Geschenke
Sind begeistert, dass die Stadt Rietberg Fördergelder in Höhe von 3,2 Millionen Euro vom Bundesland Nordrhein-Westfalen erhält: (v.l.) Rüdiger Ropinski (Abteilungsleiter Räumliche Planung und Entwicklung), Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Matthias Setter (Fachbereichsleiter Bauen), Bürgermeister Andreas Sunder sowie Beigeordneter und Kämmerer Dieter Nowak.

Das Geld aus dem Städtebauförderungsprogramm ist für die Attraktivitätssteigerung des Stadtteils Neuenkirchen sowie für die Sanierung des historischen Rathauses und des Verwaltungsgebäudes an der Rügenstraße bestimmt. Für alle Projekte hatte die Politik in den jeweiligen Fachausschüssen bereits geschlossen ihre Zustimmung erteilt. Dass die Zuwendungen nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden, sondern das Land sehr genau auswählt, welche Projekte gefördert werden, das machte die Chefin der Bezirksregierung Detmold deutlich: „Es ist Steuergeld der Bürger, das wir hier verwalten und vergeben. Damit gehen wir sorgsam um. In Rietberg sind die Mittel allerdings bestens aufgehoben. Diese Erfahrung habe ich in der Vergangenheit immer wieder gemacht.“

Innenstadt „aufgehübscht“

Marianne Thomann-Stahl nutzte bei ihrer Stippvisite die Gelegenheit für einen kurzen Rundgang durch Rietbergs Altstadt und ließ sich zeigen, welche „Hingucker“ in den vorigen Jahren bereits mit Hilfe von Fördergeldern „aufgehübscht“ oder komplett saniert worden sind. Einige Projekte sind dank der Mittel überhaupt erst möglich gemacht worden. Die Regierungspräsidentin betonte, jeder Euro, der im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms ausgezahlt werde, rentiere sich gleich mehrfach, denn: „Ich weiß, dass Sanierungen und Weiterentwicklungen in den Städten fast immer dazu führen, dass die Bürger auch in ihre Privatimmobilien und die Umfeldgestaltung vor ihrer eigenen Haustür investieren.“

Geld fließt in Rathaus-Sanierung

Bürgermeister Andreas Sunder hatte zwar darauf gehofft, dass der Förderantrag der Stadt Rietberg auf 70-prozentige Bezuschussung der Rathaussanierung und finanzielle Hilfe bei der Weiterentwicklung von Neuenkirchen Erfolg haben wird. Dass es so schnell geht, damit hatte er nicht gerechnet. „So erfreuliche Besuche wie der von Frau Thomann-Stahl würden wir natürlich gern jeden Tag bekommen“, sagte der Bürgermeister scherzhaft. Das Geld sei bestens angelegt, betonte auch das Stadtoberhaupt. Das historische Rathaus etwa sei auf dem Stand der 1970er-Jahre. Besonders technisch und energetisch habe es eine Generalüberholung dringend nötig. Außerdem ist das Gebäude nicht barrierefrei, so dass dringend ein Aufzug her muss.

Unterstützung für Neuenkirchen

Die Gesamtkosten der Sanierung des denkmalgeschützten Rathauses belaufen sich auf 1,9 Millionen Euro. Für das gegenüberliegende Verwaltungsgebäude an der Rügenstraße sind die Kosten mit 1,4 Millionen Euro veranschlagt („Die Glocke“ berichtete). Dank der Förderung vom Land verbleibt für die Stadt l ein Eigenanteil von 30 Prozent. Schon im kommenden Jahr wird mit der Planung begonnen, der Startschuss für die Arbeiten fällt voraussichtlich 2016. Von den 3,2 Millionen Euro fließen 917.000 Euro in den Stadtteil Neuenkirchen. Für das Wapeldorf gibt es bekanntlich ein Integriertes Handlungskonzept, weil der gesamte Ort deutlich aufgewertet werden soll. Die Landesmittel sind für die Neugestaltung des Quartiers „Lange Straße/Gütersloher Straße/Diekamp“ bestimmt. Unter anderem ist geplant, dort Grünflächen anzulegen sowie Fuß- und Radwegeverbindungen zu schaffen.

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