Rietberg bei Energy Award an der Spitze
Nach der Preisverleihung: (v. l.) Rolf Holub, Künstler und Kabarettist, Andreas Sunder, Svenja Schröder und Lothar Schneider.

Rietberg hat das geschafft. Mehr noch: Die Stadt der schönen Giebel holte neben Münster, Bielefeld, Borgholzhausen, Telgte und Nottuln sogar eine Gold-Auszeichnung. Im Vorfeld der Preisverleihung sagte der NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Professor Dr. Andreas Pinkwart: „Die Kommunen sind ein wichtiger Treiber der Energiewende. Dass sich 21 Städte, Gemeinden und Kreise aus Nordrhein-Westfale beteiligt haben, ist ein Beleg für die Verantwortung, die sie beim Klimaschutz übernehmen. Das zeigt sich beispielsweise anhand neuer Konzepte für die Mobilität und der Nutzung von erneuerbaren Energien in den Stadtquartieren.“

Der EEA ist ein europaweit anerkanntes Zertifikat für kommunale Aktivitäten rund um Klimaschutz und Energieeffizienz. 99 NRW-Kommunen (87 Städte und Gemeinden, zwölf Kreise) nehmen an einem Energiemanagementverfahren teil, jeder fünfte Bürger des Landes lebt in einem zertifiziertem Ort. Bundesweit beteiligen sich 310 Kommunen. Das zeigt, wie immens hoch das Engagement in Nordrhein-Westfalen ist. Bewertet für verschiedene Projekte – von der klimaangepassten Stadtplanung bis zur Nahwärmeversorgung von Kirchen und Jugendherbergen.

Lothar Schneider, Geschäftsführer der Energieagentur NRW, betonte, dass das systematische kommunale Energiemanagement ein bewährtes Instrument sei, um in Städten und Gemeinden Nachhaltigkeitspotenziale zu heben. „Inzwischen werden wir zum Beispiel durch Extremwetterereignisse fast täglich daran erinnert, dass der Klimaschutz eine andauernde Herausforderung ist“, sagte Lothar Schneider.

Rietberg konnte mit dem Grünen Klassenzimmer im Gartenschaupark punkten, wo Kurse zu Umwelt-, Energie- und Klimathemen für Kindertagesstätten und Grundschulen angeboten werden. Auch das Projekt „Energiesparen macht Schule“, das von 2015 bis 2017 lief und jüngst von der Kooperation „Klimaschutz bildet“ abgelöst wurde, würdigten die EEA-Verantwortlichen. Außerdem lobt man, dass laufend kommunale Gebäude energetisch saniert würden und die Stadt ihre Mitarbeiter regelmäßig in Sachen Energiestandards sowie Gebäudetechnik schule.

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