Rietberg erreicht den Gold-Status
Klimaschutz wird in Rietberg groß geschrieben - wie hier im wahrsten Sinn des Wortes im Klimapark der Kommune. Am Freitag wurde die Stadt mit dem European Energy Award „Gold“ ausgezeichnet.

Die Stadt Rietberg wurde dabei mit dem EEA „Gold“ für besonders erfolgreiche Klimaschutzbemühungen ausgezeichnet. Den EEA erhält eine Kommune, wenn sie mindestens 50 Prozent der Maßnahmen umsetzt, die zu Beginn des Prozesses gemeinsam mit einem akkreditierten Ingenieurbüro entwickelt wurden. Der Gold-Status – wie ihn Rietberg nun erhalten hat – wird erreicht, wenn 75 Prozent aller Maßnahmen umgesetzt wurden.

321 Kommunen nehmen am EEA teil

„Deutschlandweit nehmen 321 Kommunen am EEA teil“, heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz. Das Verfahren und die Vergabe der Auszeichnung organisiert für das Land Nordrhein-Westfalen die Energieagentur.NRW.

„Der EEA ist ein europaweit anerkanntes Zertifikat und Programm für die kommunalen Klimaschutzaktivitäten“, sagte Remmel (Bündnis 90/Die Grünen). Rund ein Drittel der NRW-Kommunen nehme inzwischen am Zertifizierungsverfahren teil. Das bedeute auch, dass jeder fünfte Bürger Nordrhein-Westfalens in einer zertifizierten Kommune lebe. „Damit liegt NRW nicht nur im nationalen Vergleich noch vor Bayern und Baden-Württemberg mit Vorsprung an der Spitze, sondern mischt auch im europäischen Vergleich vorne mit“, so Remmel. Lediglich die Schweiz – seit 25 Jahren beim EEA aktiv – habe mehr Teilnehmer aufzuweisen.

Der EEA sei ein bewährtes Instrument des Landes, um Städten und Gemeinden bei der systematischen Erschließung ihrer Einsparungspotenziale zu helfen, betonte der Minister. Zudem bringe es den Kommunen viele Vorteile, wenn sie erneuerbare Energien nutzten: „Klimaschutzbemühungen sind ein weicher Standortfaktor und stärken die Position der Kommune im Wettbewerb um die Ansiedlung von Unternehmen. Gleichzeitig gewinnen Kommunen auf diese Weise, aber auch für Bürgerinnen und Bürger an Lebensqualität.“

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