Rietberg für Planetarium im Gespräch
Bild: Tiemann
Der Saturn weist den Weg: Die Skulptur am Parkeingang Mitte steht passend, denn in Rietberg könnte ein Planetarium entstehen.
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 „Wir sind von der Stadt begeistert und könnten sie uns als Standort für das Planetarium vorstellen“, sagt der Vorsitzende der Planetariumsgesellschaft mit Sitz in Paderborn, Reinhard Wiechoczek, auf Nachfrage der „Glocke“.

Er betont jedoch, dass noch keine Verträge unterschrieben sind. „Wir haben noch nichts in trockenen Tüchern, deshalb bin ich mit Details lieber vorsichtig.“ Vier weitere Städte seien im Rennen. Welche das sind, wollte Wiechoczek nicht verraten.

Die Gesellschaft, die 2002 gegründet wurde und sich als Förderverein versteht, ist nach eigenen Angaben darum bemüht, Geldgeber und Partner für das Ziel, in Ostwestfalen-Lippe ein Planetarium zu bauen, zu finden.

„Unsere Arbeit ist weit fortgeschritten“, sagt der Vorsitzende. Ursprünglich sollte das Projekt in Bad Lippspringe umgesetzt werden. Obwohl fast alles schon unter Dach und Fach war, scheiterte das Vorhaben quasi auf der Zielgeraden. „Das hatte vor allem politische Gründe“, erklärt Wiechoczek. Unter anderem kam eine Wahl dazwischen, der dortige Bürgermeister, der federführend in das Projekt involviert war, kandidierte nicht noch einmal.

Derzeit wertet die Planetariumsgesellschaft eine Machbarkeitsstudie aus, die sie zum Standort Rietberg in Auftrag gegeben hat. Beispielsweise steht noch nicht fest, wo genau im Park das Planetarium gebaut werden könnte. Sicher ist aber, dass es eine Kuppel mit zwölf Metern Durchmesser bekommen soll und bis zu 90 Besuchern Platz bietet.

 Die Kosten – allein für die Technik – liegen bei 1,2 Millionen Euro. Dieses Geld liegt zwar nicht bar in der Schublade, Reinhard Wiechoczek ist sich aber sicher, kurzfristig Geldgeber und Sponsoren finden zu können, sollte erstmal der Standort feststehen. Mit einer Entscheidung rechnet er noch dieses Frühjahr.

Rietberg biete sich an, sagt der Vorsitzende. „Es gibt einen wunderschönen Park, die Stadt ist sehr schön und gut gelegen.“ Letzteres sei wichtig, denn Menschen aus ganz Ostwestfalen-Lippe sollen sich für das Projekt begeistern und sich im Planetarium mit Naturwissenschaften beschäftigen.

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