SPD fordert mehr Bürgerbeteiligung
Das marode Feuerwehrgerätehaus (Bild) und das Hallenbad am Diekamp sollen in Kürze abgerissen werden. Doch wie soll das frei werdende Areal künftig genutzt werden?

Die SPD-Fraktion hat im jüngsten Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss beantragt, die Bürger in die Neuplanung des Areals einzubeziehen. „Wir sehen dies als eine gesellschaftliche Notwendigkeit, damit Politik- und Parteiverdrossenheit nicht weiter fortschreiten“, heißt es in dem Antrag. Überhastet erscheine vielen Neuenkirchenern die Tatsache, dass die Wohnungen im Feuerwehrgerätehaus bereits seit zehn Jahren leer stehen. Obgleich die sanitären Anlagen kurz zuvor noch saniert wurden, hatte man den Mietern ohne Not gekündigt, weil das Objekt an einen Investor verkauft werden sollte – der sich jedoch nicht fand.

Damit sich alle Neuenkirchener bereits im Vorfeld an der künftigen Planung beteiligen können, schlägt die SPD-Fraktion eine Bürgerversammlung vor, die von einem erfahrenen Städteplaner geleitet werden soll. Die gesammelten Ideen sollen Grundlage für einen städteplanerischen Architektenwettbewerb sein.

Bärbel Diekhans: „Den Zug in Richtung Neuplanung verschlafen“

Ortsvorsteherin Bärbel Diekhans (CDU) warf den Sozialdemokraten vor, den Zug in Richtung Neuplanung Neuenkirchens „verschlafen“ zu haben. Bereits zweimal habe unter intensiver Bürgerbeteiligung die Stadtmarketing-Arbeitsgruppe getagt. „Teilnehmer aller Altersstufen haben Positives und Negatives in Neuenkirchen aufgelistet und das Fazit gezogen, dass wir für Neuenkirchen ein integriertes Handlungskonzept brauchen“, sagte Bärbel Diekhans. Darüber hinaus sei bereits viel initiiert worden. In den laufenden Prozess unkontrolliert eine zusätzliche Bürgerversammlung einzuschieben, sei kontraproduktiv.

Christiane Schneiders: „Kaum normale Bürger beim Stadtmarketing“

Christiane Schneiders (SPD) bemängelte, dass in den so genannten Stadtmarketing-Gruppen kaum „normale“ Bürger, sondern eher Interessensvertreter zu finden seien: „Die Stadtmarketing-Treffen sind fest strukturiert, da kann nicht jeder einfach so hingehen.“

André Kuper: „Jeder kann mitmachen“

Bürgermeister André Kuper stellte klar: „Wenn der Begriff Stadtmarketing nicht mit Bürgerbeteiligung verbunden wird, müssen wir überlegen, das Ganze in Bürgerforum umzubenennen, um zu verdeutlichen, was sich dahinter verbirgt.“ Kuper verwies auf die Möglichkeit, im Stadtmarketing-Forum mitzuarbeiten. Interessenten könnten sich jederzeit an Peter Milsch, Telefon 05244/986300, wenden.

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